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„Vorbereitung ist immer Quälerei für mich“

PSV Bork: Sebastian Kramzik im Interview

Borks Toptorjäger Sebastian Kramzik bleibt in Bork, obwohl Trainer Ingo Grodowski gehen wird. Der Rücktritt hat Kramzik überrascht, verriet er. Mit der Nachfolge ist er aber zufrieden. Denn der neuer Trainer ist Familie.

Bork

14.02.2018
„Vorbereitung ist immer Quälerei für mich“

Sebastian Kramzik (3.v.r.) jubelt mit Rene Schickentanz und Mirco Klomann. © Rik Amann

In Niederaden beginnt für den PSV Bork das Kalenderjahr in der Fußball-Kreisliga Unna-Hamm am Sonntag (14.30 Uhr, Kreisstr. 10, Lünen). Die Partie war im Dezember ausgefallen. Die Borker Vorbereitungszeit hat sich so um eine Woche verkürzt. PSV-Stürmer Sebastian Kramzik (25) stand Sportredakteur Sebastian Reith vorab Rede und Antwort.

Ihrem Trainer Ingo Grodowski sagt man nach, dass die Vorbereitung unter ihm hart ist. Unterschied sich diese Vorbereitung davon?

Es war ja quasi meine erste Vorbereitung unter Ingo, weil ich im Sommer verletzt war. Vorbereitung ist für mich persönlich immer Quälerei. Es war für mich nicht leicht und für die anderen auch nicht.

Warum?

Läuferisch habe ich immer so meine Problemchen. Anfangs sind wir auch wieder gelaufen und haben Ausdauer und Konditionstraining ohne Ball gemacht. Jetzt machen wir mehr Spielerisches mit dem Ball.

Aber Sie sind doch im Spiel nicht als lauffaul bekannt.

Faul nicht, aber andersherum ist es auch nicht einfach, wenn man aus einer Pause herauskommt. Sagen wir so: Ich bin keiner, der beim Dauerlauf vorne läuft.

Mit zehn Saisontoren hätten Sie aber ein gutes Argument auf Ihrer Seite.

Ich wäre froh, wenn ich in der Rückrunde nochmal zehn schieße. Aber wenn ich zurückblicke, erinner ich mich an Situationen, in denen ich noch ein bis zwei Tore mehr hätte schießen können.

Zehn Kramzik-Tore, sieben durch ihren Sturmpartner Rostam Osmani, dreimal traf Rene Schickentanz. Borks Sturmtrio erzielte 20 von 32 Borker Toren.

Ja, wir sind ein gutes Trio, das finde ich auch. Da können wir uns nicht beschweren.

Wie bewerten Sie die Vorbereitungsspiele?

Die Testspiele geben nicht unsere Form wieder. Der erste Test (Anm.: 4:0 gegen Kaiserau II) war gut. Gegen Alstedde (1:4) im zweiten Test weiß ich auch nicht, was mit uns los war. Nach der 2:6-Niederlage gegen Waltrop haben wir noch zusammengesessen und fanden, dass schon vieles gut funktioniert hat.

Mit welchem Tabellenplatz wollen Sie den scheidenden Trainer Ingo Grodowski verabschieden?

Wir wollen den einstelligen Tabellenplatz behalten. Wenn es gut läuft, kann man aber noch ein bis zwei Plätze klettern. Das wäre auch schöner für Ingo.

Hat Sie sein Rücktritt zum Saisonende überrascht?

Ja, das hat er. Es hatte sich bei mir nicht angedeutet. Wir waren alle ein bisschen überrascht.

Ist Ingo Grodowski manchmal zu kritisch?

Das würde ich nicht sagen. Beim Alstedde-Spiel wussten wir alle, dass das nicht das Potenzial widerspiegelt, das wir haben. Ich glaube, jeder Trainer hat etwas zu meckern. Es wird keinen Trainer geben, den man über 90 Minuten zufriedenstellen kann.

Ist Markus Kuhn der Richtige für die Nachfolge?

Auf jeden Fall. Nicht nur, weil er mein Onkel ist. Seine Schwester ist meine Mutter. Markus kennt viele, er hat in Olfen die zweite Mannschaft trainiert und auch Jugendmannschaften beim PSV. Es ist eine sehr gute Entscheidung für den Verein und mich.

Ist das Ihre Zusage für die kommende Saison?

Ja, ich habe meine Zusage gleich gegeben, als er uns vorgestellt wurde.

Freuen Sie sich schon auf den matschigen Niederadener Aschenplatz, wo das erste Spiel nach der Winterpause stattfindet?

Ich habe noch nie darauf gespielt, aber der Ruf eilt ihm voraus. Asche liegt mir aber.

Weil es dann nur um Kampf geht?

Vielleicht. Aber der Platz ist auch kleiner. Das kommt mir entgegen.

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