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Vorstand der Union spricht nur Verwarnungen aus

Randale bei Jugendspiel

Rund 20 junge Lüdinghausener Fans sorgten am Samstag, 15. November, beim Kreispokalfinale der Fußball-B-Junioren in der Partie Union Lüdinghausen gegen SV Herbern (2:1) in Werne für Pyrotechnik, Böllerwürfe und Schmähgesänge. Sie müssen aber keine Sanktionen vom eigenen Verein befürchten. Dies bestätigte Lüdinghausens Vorstandsvorsitzender Jürgen Bornemann auf Anfrage.

LÜDINGHAUSEN

, 20.11.2014
Vorstand der Union spricht nur Verwarnungen aus

Während des Spiels gegen den SV Herbern zündeten die Lüdinghausener Anhänger Böller und Pyrotechnik. Bestraft werden sollen sie dafür nun aber doch nicht.

Während des Endspiels am vergangenen Samstag zwischen Union Lüdinghausen und dem SV Herbern (Endstand: 2:1) fielen mehrere Union-Fans negativ auf. Unter ihnen waren A-Jugendliche und Spieler der ersten Mannschaft. Sie hängten auch ein Plakat auf, auf dem stand: „Fuck you SVH“.

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Am Montag verurteilte Bornemann das Handeln der eigenen Mitglieder. Er kündigte harte Konsequenzen an. Spielersperren und Abmahnungen nannte er als mögliche Strafen. „Wir werden alles ausreizen, was unsere Satzung an Strafen hergibt und mit ganzer Härte vorgehen“, verriet Bornemann am Montag auf der vereinseigenen Internetseite. Diesen Eintrag entfernten die Betreiber der Internetseite am Donnerstag im Laufe des Tages. Am Mittwoch während einer Sitzung der Fußballabteilung, nahm sich Bornemann die Pyro-Sünder zur Brust. Die komplette A-Jugend musste antanzen. „Ich habe die komplette Mannschaft ins Gebet genommen. Die Spieler haben ihre Fehler eingesehen und sich entschuldigt“, sagte der Vorstandsvorsitzende. 

Auch mit Ralf Hönicke, Jugendleiter der Union, und Daniel Schürmann, Leitung des Spielbetriebs und Sportlicher Leiter, nahm Jürgen Bornemann das Gespräch auf. Beide Lüdinghausener verharmlosten zuletzt die Schmähgesänge der eigenen Fans. „Wer das nicht ab kann, soll ins Kloster gehen“, sagte Hönicke am Sonntag gegenüber unserer Zeitung. Gestern Mittag wollte sich Hönicke nicht mehr zu seinen Aussagen und den Geschehnissen äußern. Zeigte Bornemann am Montag komplettes Unverständnis sowohl für Hönicke als auch Schürmann, so schränkte er gestern im Gespräch die Kritik etwas ein: „Natürlich habe ich deren Verhalten kritisiert. Beiden ist das so rausgerutscht, wie das mal beim Fußball passiert. Mittlerweile haben sie sich aber entschuldigt“, berichtet Bornemann.

Für den Vorsitzenden soll das Thema intern am Freitag abgeschlossen sein, wenn es zu einer formellen Vorstandssitzung des Gesamtvereins kommt. Bornemann versichert aber: „Die Entscheidungen stehen fest.“ Es gebe keine Sperren und keine Abmahnungen. Schon vor der Versammlung hatte Bornemann sich sowohl beim Ausrichter Werner SC als auch beim Konkurrenten SV Herbern persönlich entschuldigt. „Natürlich haben wir die Entschuldigung angenommen“, sagte Herberns Vorsitzender Werner Heitmann. Den gleichen Kommentar gab auch WSC-Fußball-Chef Thomas Overmann ab. Ganz ausgesessen ist die Nummer für Union Lüdinghausen aber nicht. Die Kreisspruchkammer wird sich mit dem Fall beschäftigen.