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Schwerin empfängt den SV Wacker am Samstag zum Derby, die SG SG Castrop kann Historisches schaffen

Fußball-Bezirksliga

Wenn die Spvg Schwerin auf den SV Wacker Obercastrop trifft, dann waren zuletzt immer viele Tore vorprogrammiert. Die Serie könnte am Samstag, 14. April, fortgeführt werden. Wegen des Bundesliga-Derbys zwischen dem BVB und Schalke 04 wird die Partie in der Fußball-Bezirksliga bereits einen Tag früher angepfiffen.

Castrop-Rauxel

, 14.04.2018
Schwerin empfängt den SV Wacker am Samstag zum Derby, die SG SG Castrop kann Historisches schaffen

Elvis Shala (r.), hier im Zweikampf mit Schwerins Mohamed El Marsi, gelang im Hinspiel in der Erin-Kampfbahn kurz vor dem Abpfiff der Treffer zum 2:0-Endstand. Das Rückspiel steigt bereits am Samstag, 14. April, ab 17 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Schweriner Grafweg. © Volker Engel

Spvg Schwerin - SV Wacker Obercastrop
(Samstag, 14. April, 17 Uhr, Grafweg)

Für den frischgebackenen Tabellenführer SV Wacker Obercastrope geht es um 17 Uhr am Grafweg darum, eben jene Spitzenposition zu verteidigen. Diese Devise hat Trainer Aytac Uzunoglu für alle ausstehenden sieben Spiele seiner Mannschaft ausgegeben. Das Programm mit drei Partien binnen sieben Tagen ist dabei straff. Dazu kommen die Ausfälle von Alexander Wagener (Urlaub), Bastian Niebert und Radule Lekic (beide verletzt). Kapitän Moritz Budde ist wieder dabei, hatte am vergangenen Sonntag beim deutlichen 7:1-Sieg in Erkenschwick nach mehrmonatiger Pause ein 20-minütiges Kurzzeit-Comeback gefeiert.

Am Donnerstagabend, im Nachholspiel gegen Genclerbirligi Resse (14.), kletterten die Obercastroper dann wieder auf Rang eins. „Das war keine leichte Aufgabe, die wir aber gut gelöst haben“, sagte Uzunoglu rückblickend.

Die nächste hat er im Derby bereits vor Augen. „Die letzten Spiele waren immer sehr torreich. Schwerin hat eine Mannschaft, die stets eifrig nach vorne spielt“, weiß der Wacker-Trainer.

Auch Schwerins Übungsleiter Marco Gruszka beobachtete in den Derbys zuletzt ein hohes Niveau, in den vergangenen vier Pflichtspielen fielen 27 Tore. Hält die Serie mit den vielen Treffern am 24. Spieltag an? „Wenn es am Ende für uns ausgeht, dann gerne“, sagte Gruszka. Schwierig könnte das deshalb werden, weil seiner Mannschaft weiterhin die Leute fehlen. „So wirkliche Rückkehrer in den Kader gibt es nicht. Es ist aktuell immer eine Herausforderung, eine halbwegs gesunde, trainierte Mannschaft aufs Feld zu bringen“, so Marco Gruszka. In der Hinrunde hatte Obercastrop mit 2:0 die Nase vorn.

Schwerin unterlag in der Vorwoche mit 2:3 bei der SG Suderwich (9.). Gegen den nächsten Sieg der Suderwicher hätte der SV Wacker nichts einzuwenden – weil sie beim Tabellenzweiten Westfalia Langenbochum auflaufen

SG Castrop - Spvg Erkenschwick II

(Sonntag, 15. April, Stadion Bahnhofstraße)

Die Fußballer des Bezirksligisten SG Castrop (6.) sind einige der ganz wenigen in Castrop-Rauxel, die am Sonntag, 15. April, die Fußballschuhe schnüren werden. Während der Großteil der heimischen Fußballszene das Revierderby vor dem Fernseher oder im Stadion verfolgen wird, empfängt die SG das Tabellenschlusslicht Spvg Erkenschwick II.

Geschuldet ist dies dem „ganzen Hin und Her“ der Erkenschwicker, wie es SG-Coach Dennis Hasecke beschreibt. Erst wollten die sich vom Spielbetrieb zurückziehen. Dann kam überraschend der Rücktritt vom Rücktritt.

Hasecke muss deshalb am Sonntag auch auf Torwart Dominik Altmeppen verzichten, der arbeitsbedingt ausfällt. Ersatzkeeper Robin Becker oder Patrick Otto aus der SG-Reserve sollen einspringen. Ansonsten gebe es aber keine personellen Ausfälle aufseiten der SG, die dem Revierderby geschuldet wären.

Trotz der unglücklichen Terminierung ist die Begegnung gegen Erkenschwick aus mehreren Gründen eine ganz wichtige für die SG. „Wir haben viele Schalke- und Dortmund-Fans im Team, denen jetzt das Derby genommen wurde“, berichtet Hasecke, „ich denke, dass sie dadurch umso heißer sein werden, unser Spiel zu gewinnen.“

Zum anderen erinnert der Übungsleiter an das Hinspiel, das mit 0:4 verloren ging. „Das war der Tiefpunkt der damaligen Negativ-Phase. Dafür wollen wir unbedingt Revanche nehmen“, betont Hasecke. Der wichtigste Grund ist aber wohl der, dass die SG etwas Historisches schaffen kann: Wenn die punktgleiche Spvg Schwerin (5.), die nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den Castropern steht, am Samstag im Duell gegen den Spitzenreiter Wacker Obercastrop keinen Sieg holt, könnte die Hasecke-Elf bei einem eigenen Erfolg vorbeiziehen.

Das letzte Mal, dass die SG die Schweriner in der Tabelle überholen konnte, war am dritten Spieltag der Saison 1994/95 – also vor über 23 Jahren. Allerdings hielt der Vorsprung nur drei Spieltage. In den Jahren danach standen immer die Schweriner vor den Castropern – vielleicht aber nur bis zu diesem Wochenende.