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Blau-Gelbes Hochgefühl

Fußball Landesliga 4

Der SV Herbern gewinnt das Derby in der Fußball-Landesliga beim Werner SC mit 2:1. Der WSC rutscht damit auf einen Abstiegsplatz. Es war kein hochklassiges Spiel. Aber in der Schlussphase ging‘s hoch her.

Werne

, 29.04.2018
Blau-Gelbes Hochgefühl

„Derbysieger, Derbysieger“, sangen die Herberner Spieler nach dem Schlusspfiff im Lindert. © Foto Helga Felgenträger

Während die Werner Spieler schnurstracks mit hängenden Köpfen in der Kabine verschwanden, hallte es immer noch „Derbysieger, Derbysieger“ durch den Lindert. Herberns Elf, die Bank plus Betreuer und Trainer sprangen im Kreis und freuten sich über den 2:1 (1:0)-Erfolg im Nachbarschaftsduell über den Werner SC.

Mit Abstrichen hatte SV Herberns Coach Holger Möllers am Freitag recht, als er im Gespräch mit unserer Zeitung prophezeite, dass das Derby kein „fußballerischer Leckerbissen“ werde – wären da nicht die 15 Minuten vor der Pause beziehungsweise die Schlussphase gewesen. Diese Minuten entschädigten die 400 Zuschauer im Lindert für viel Leerlauf. „Am Anfang waren wir viel zu passiv“, sagte WSC-Trainer Lars Müller.

Julian Trapps Sololauf sorgt für das 1:0

Richtig los ging‘s erst in der 31. Minute. Nach einem Einwurf für Herbern in der Nähe des Werner Strafraums ließ SVH-Stürmer Julian Trapp zunächst Yannik Lachowicz stehen, tunnelte dann Joel Simon und spitzelte den Ball schließlich aus 14 Metern mit der Picke zum 1:0 ins Tor. Zwei Minuten später hätte Sebastian Schütte für den Tabellenvierten auf 2:0 stellen können, doch die Flanke in den Sechzehner war schwer zu nehmen, zudem war der Winkel etwas zu spitz.

Das 0:1 aus Sicht der Werner war ein Wirkungstreffer – im positiven Sinne. Die Angriffsbemühungen wurden deutlich verstärkt. Jetzt ergaben sich Standardsituationen, wie in der 42. Minute. Ein Freistoß aus 20 Metern zimmerte Yannik Lachowicz nicht einfach aufs Tor, sondern er überlupfte die Mauer, wo Pascal Harder als Abnehmer lauerte. Zunächst trat er noch über den Ball. Sein zweiter Versuch aus sechs Metern ging meilenweit übers SVH-Gehäuse. Bei der ganzen Aktion sah die SVH-Abwehr nicht gut aus, der Lupfer hatte sie kalt erwischt. Pech im Abschluss aus ähnlicher Entfernung hatte 60 Sekunden später Dominik Hennes: Freistehend schoss er Herberns Keeper Sven Freitag an.

Mit dem Pausenpfiff kam noch einmal der SVH. Julian Trapp steckte das Spielgerät auf Thomas Eroglu durch, der, schon im Sechzehner, den Ball etwas zu genau ins Tor schlenzen wollte.

Die Flanken beim Werner SC kommen nicht an

Nach dem Wiederanpfiff kam der WSC gut ins Spiel rein. Das sah auch Lars Müller so, dem allerdings weiterhin die Flanken seiner Spieler nicht gefielen. Die kamen im Derby eindeutig zu ungenau an den Mann. Aber auch sein Gegenüber haderte: „In der zweiten Hälfte haben wir etwas den Faden verloren“, sagte Holger Möllers. Die zweiten 45 Minuten kann man getrost vorspulen. Bis zur 80. Minute, als Dominik Hennes den umjubelten Ausgleichstreffer erzielte.

Als Spielverderber aus Werner Sicht entpuppte sich daraufhin Daniel Krüger. In der 65. Minute eingewechselte erzielte der hochgewachsene SVH-Stürmer in der 86. Minute das 2:1. SVH-Coach Holger Möllers eilte zur Jubeltraube an der Eckfahne, gab seinem Schützling einen Klaps. „Ich hab‘s dir doch vorher gesagt“, meinte Möllers zu Krüger.

„Es ist extrem bitter“, sagt WSC-Trainer Lars Müller

In den Schlussminuten wurden die Zweikämpfe härter geführt, es wurde hektisch und laut auf dem, Platz. Der WSC gab sich nicht auf – am Ende vergebens. „Es ist schon extrem bitter, nach jeder Woche stehen wir da und es wäre immer mehr für uns drin gewesen“, sagte WSC-Trainer Müller. Der Blick auf die Konkurrenz und die Tabelle vervollständigte den gebrauchten Tag der Werner, die auf Rang 15 abgerutschten, da Gemen mit 2:0 in Nottuln gewonnen hat.

WSC:Treppe - Link, Simon, Harder, Stöver, Klossek, Lachowicz, Runde (81. Saado), Manka (67. Durkalic), Hennes, Prinz
SVH: Freitag - Dubicki, Richter, Cabrera, Schütte (74. Hölscher), Bröer, Schulte, Trapp, Lünemann, Scholtysik (65. Krüger), Eroglu (90.+1 Vogt)
Tore: 0:1 Trapp (31.), 1:1 Hennes (80.), 1:2 Krüger (86.)