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Nicht überraschend, trotzdem schmerzhaft

Fußball-Bezirksliga

Drei Spieltage sind in der Bezirksliga 6 noch zu absolvieren. Doch schon jetzt steht die SG Eintracht Ergste als Absteiger fest. Überraschend kommt dieser Abstieg nicht. Schmerzhaft sei er trotzdem, sagt der Sportliche Leiter.

Ergste

, 07.05.2018
Nicht überraschend, trotzdem schmerzhaft

Um kurz vor 17 Uhr stand der Abstieg der SG Eintracht Ergste am Sonntag fest. Morten Voß, Josse Zeising und Alexander Göbel trotten nach der 1:4-Niederlage gegen den ETuS/DJK Schwerte vom Platz. © Manuela Schwerte

Detlev Brockhaus hat in seiner Fußballkarriere als Spieler und Trainer eine Menge erlebt. Abgestiegen sei er in all den Jahren aber noch nie, sagt der 50-Jährige.

Als Sportlicher Leiter hat er am Sonntag im Zapp-Waldstadion miterlebt, wie mit dem Schlusspfiff des Lokalduells gegen den ETuS/DJK Schwerte der Fall in die A-Liga besiegelt wurde – das zweijährige Intermezzo in der überkreislichen Spielklasse endet am 27. Mai mit dem Gastspiel beim vermutlichen Mitabsteiger SG Hemer.

„Wenn ich auf die sieben Jahre zurückblicke, in denen ich in Ergste bin, passt dieser Abstieg nicht wirklich ins Bild“, sagt Brockhaus, der den Aufstieg vor zwei Jahren in Kalthof und den Last-Minute-Klassenerhalt in Garenfeld vor einem Jahr noch lebhaft vor Augen hat.

Doch Brockhaus ist weit davon entfernt, irgendeinem Beteiligten einen Vorwurf zu machen. „Letztlich muss man feststellen, dass die Hürde Bezirksliga für die jungen Burschen dann doch zu hoch war. Aber perspektivisch gesehen, gehen wir in Ergste den richtigen Weg. Man hat in der Rückrunde deutlich gesehen, dass sich die Mannschaft entwickelt hat. Wir gehen mit einem fast unverändertem Kader in die neue Saison und werden gestärkt daraus hervorgehen“, meint Brockhaus, der auch auf einen Lerneffekt bei den zahlreichen jungen Ergster Spielern setzt.

Bei der Ursachenforschung kommt man unweigerlich zur Zusammensetzung der Mannschaft. „Den jungen Kerls haben erfahrene Stützen im Team gefehlt, an deren Seite sie in Ruhe hätten reifen können“, sagt Brockhaus. Aber erfahrene Spieler wie Sven Erlinghagen, Martin Schulte, Robin Benner oder auch vermeintliche Leistungsträger wie Janik Schründer und Marvin Kipp seien aus Verletzungs-, beruflichen oder privaten Gründen gar nicht oder nur wenig zum Einsatz gekommen.

So führt der Weg nun zurück in die A-Liga. Tränen der Enttäuschung hat man am Sonntag nach dem Spiel gegen den ETuS/DJK deshalb aber nicht gesehen – der Abstieg wirft die Ergster nicht aus der Bahn. Schmerzhaft ist er trotzdem, nicht nur für Detlev Brockhaus.

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