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Die Luft ist raus beim Lüner SV

Vorletzter Spieltag in der Westfalenliga

Mit der 1:3-Niederlage beim Kirchhörder SC setzt der Lüner SV seine Serie von fünf sieglosen Spielen hintereinander fort.

von David Döring

Lünen

, 21.05.2018
Die Luft ist raus beim Lüner SV

Nur den Ausgleich konnte der Lüner SV bejubeln. © Nils Foltynowicz

Kirchhörder SC – Lüner SV 3:1 (1:1)

Jeffrey Malcherek fand die passenden Worte nach der 1:3-Auswärtsniederlage beim Kirchhörder SC: „Für uns war die Luft schon ein bisschen raus, während es für Kirchhörde um alles ging. Wir waren spielbestimmender und etwas dominanter, aber das hat in der zweiten Halbzeit dann total nachgelassen. Kirchhörde sei es aber heute gegönnt.“

Während die Lüner den Klassenerhalt schon sicher hatten, ging es für den Kirchhörder SC noch um genau diesen – ein Umstand, der in der ersten Halbzeit nicht deutlich wurde. Der Lüner SV präsentierte sich in den ersten 45 Minuten sehr dominant. Schon in der fünften Minute hätten die Lüner in Führung gehen müssen, doch Gilmar Veigas Mendes klärte auf der Linie, nachdem LSV-Spielmacher Murat Büyükdere per Volley-Schuss Oliver Roll überwunden hatte.

Weitere Chancen durch Fabian Pfennigstorf (32.) und Kapitän Lukas Ziegelmeir (35.) blieben ungenutzt. Effektiver machte es KSC-Stürmer Markus Scherff (17.): Mit der ersten Chance für die Kirchhörder netzte der Stürmer souverän zur 1:0-Führung ein. Zwar wurde diese kurz vor Pausenpfiff durch einen schönen Schuss aus der Drehung von Pfenningstorf (44.) ausgeglichen, doch innerhalb von nur einer Minute gab der LSV in der zweiten Hälfte das Spiel komplett aus der Hand: Gleich doppelt kam dabei die Kombination zwischen Rene Richter und KSC-Torjäger Christian Wazian (jetzt 18 Saisontore) zur Geltung.

Die Luft ist raus beim Lüner SV

Gian Luca Reis (r.) spielte mit dem Lüner SV nur eine gute Halbzeit beim Kirchhörder SC © Nils Foltynowicz

In der 59. Minute ließ sich die rechte Abwehrseite des LSV im Laufduell gegen Richter düpieren, der die flache Flanke auf den vollkommen freistehenden Wazian brachte, der nur noch einzuschieben brauchte. Nur 60 Sekunden später spielte Richter wieder den entscheidenden Pass auf Wazian, der alleine vor dem LSV-Tor auftauchte, Torwart Florian Fischer umkurvte und erneut verwandelte. „Wir haben versucht, auf Richter besonders aufzupassen, ihn auch zu doppeln, das hat aber nicht geklappt. Innerhalb von einer Minute haben wir das Spiel dann vergeigt und verloren“, musste Trainer Mario Plechaty zugeben.

Im Anschluss an den Doppelschlag der Kirchhörder ging von den Lünern keine Gefahr mehr aus. Plechaty hatte den Grund dafür schnell gefunden: „Es ist schwierig, noch mal zurückzukommen, weil es für Kirchhörde dann auch einfach um mehr ging als für uns.“ Für Kirchhördes Trainer Lothar Huber konnte sich Plechaty dann aber doch etwas freuen, denn die Gastgeber schafften durch den Sieg den Klassenerhalt in der Westfalenliga. „Lothar gönne ich es sehr“, gab Plechaty zu, um dann die Begründung hinterherzuliefern: „Er war mein erster Trainer, als ich bei Borussia Dortmund gespielt habe.“

Teams und Tore
KSC: Roll – Veigas Mendes, Wawrzynczok, Richter (82. Deiters), Yüksel, Wazian, Scherff, Maranca (46. Bernhard), Lizenberger, Yarhdi (76. Rammel), Doyscher
LSV: Fischer – Reis, Malcherek, Akyüz (63. Yildiz), Drees, Pfennigstorf, Büyükdere (58. Cabuk), Göke (75. Speker), Bozlar, Kusakci, Ziegelmeir
Tore: 1:0 Scherff (17.), 1:1 Pfennigstorf (44.), 2:1 Wazian (59.), 3:1 Wazian (60.)

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