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SG Selm hält mit einem Sieg die Klasse

SG Selm gegen SV Herbern II im Abstiegskampf

Ein Unentschieden ist ein gefährliches Ergebnis. Es kann der SG Selm zum Klassenerhalt reichen, kann aber auch den direkten Abstieg bedeuten. Gegen den SV Herbern II hat die SG eine gute Bilanz. Doch die Herberner haben die Selmer in den vergangenen Wochen auch verärgert.

Selm

25.05.2018
SG Selm hält mit einem Sieg die Klasse

Deniz Sahin muss mit Selm noch immer um den Klassenerhalt bangen. „Wir werden alles reinschmeißen“, kündigte der Trainer an. Selm hat es in eigener Hand und wäre mit einem Sieg sicher gerettet. © Reith

Dramaturgen könnten den letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga A2 Münster wohl besser nicht schreiben. Vier Mannschaften, die noch absteigen könnten, der Nervenkitzel möglicher Platzierungsspiele und Relegation. Kurz: Der Abstiegskampf ist im Kreis Münster in diesem Jahr so spannend wie schon seit Jahren nicht mehr.

Zur SG Selm: Aus den letzten neun Spielen gewann die SG immerhin sechsmal gegen den SV Herbern II in der Kreisliga A. Zwei Mal – so auch im Hinspiel (3:3) – gab es ein Unentschieden. Nur einmal ging Selm als Verlierer vom Platz. Die Bilanz ist also gut für Selm, das die letzten drei Heimspiele gegen Herbern allesamt gewann. Zuletzt setzte es 2011 eine Heim-Niederlage gegen den SVH.

Ein gutes Omen für die abstiegsbedrohten Selmer? „Es wird ein schweres Spiel“, warnte Trainer Deniz Sahin, der dem Tabellensechsten die Favoritenrolle zuschiebt. „Wir werden alles reinschmeißen“, sagt Sahin. Er kann auf einen der größten Kader der vergangenen Wochen für Sonntag (12.30 Uhr, Sandforter Weg, Selm) zurückgreifen. Mirco Kämper kehrt zum Finale nach Rotsperre zurück. Auch Tobias Tumbrink ist wieder dabei. Ein Fragezeichen steht hinter Denis Kodat. Vieles ließ Sahin im Unklaren, ließ sich taktisch nicht in die Karten gucken. Im Tor gehe die Tendenz aber wieder zu Youngster Nils Böckenbrink.

Im Training hatte Sahin die Trainingstage aufgrund des Spiels am Montag verschoben. Statt Dienstag und Donnerstag trainierte die SG Mittwoch und Freitag und bleibt so in einem Zwei-Tages-Rhythmus. Am Mittwoch ließ es Sahin locker angehen. Ein Trainingsspielchen, Freitag ging er dann ins Detail.

„Wir müssen gewinnen, um sicher zu sein. Wir haben es in eigener Hand“, sagte Sahin. Das wäre den Selmern natürlich die liebste der vier Varianten, zu denen noch eine Abstiegsrunde oder eine Relegation und der drohende Direktabstieg zählen. Die Abstiegsrunde könnte den Selmern nach dem Schlussakt der zähen Saison doch noch eine Verlängerung bringen.

Siegt die SG Selm nicht, geht die Rechnerei los. Anders als die Borker möchte Sahin wissen, wie es auf anderen Plätzen steht. „Es wäre schon gut, wenn wir das organisiert kriegen.“ Gut möglich also, dass die SG jemanden nach Hohenholte oder Werne schickt, um Zwischenstände zu erfahren. Ein Extra-Motivationsschub für Selms Kicker, wenn sie wissen, dass sie müssen? Oder würde der Druck dann erdrückend? Die abstiegsunerfahrenen Selmer haben dem Druck in Davensberg jedenfalls standgehalten.

Geärgert habe Sahin, dass Gegner Herbern an den vergangenen Spieltagen die abstiegsbedrohte dritte Mannschaft in der B-Liga durch Spieler stark gemacht habe und so Punkte gegen Selms direkte Konkurrenten liegen ließ. Herberns Co-Trainer Christian Adamek kann den Ärger ein „bisschen“ nachvollziehen. „Das können wir aber nicht ändern. Wir haben nie ein Spiel kampflos abgegeben. Es war eben unser Ziel, die Dritte vor dem Abstieg zu retten. Und das ist auch völlig legitim“, so Adamek.

Bei Konkurrent Werner SC II (15.) ist man angespannt: „Mit so einer Truppe, wie wir sie haben, darfst du eigentlich nicht absteigen“, meint Trainer Henrik Schmidt.