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Gegen den letzten großen Kampf ohne Chance

Klaus „Mause“ Müller ist verstorben

Wie oft hat er in seinen aktiven Zeiten das Steuer noch einmal herumgerissen. Und mit seinem Kämpferherz dafür gesorgt, dass sein Team doch noch als Sieger vom Platz ging. Den letzten Kampf konnte er nicht mehr gewinnen. Klaus „Mause“ Müller ist an einer heimtückischen Krankheit gestorben. Der gebürtige Obercastroper wurde 68 Jahre alt.

Obercastrop

, 05.06.2018
Gegen den letzten großen Kampf ohne Chance

Mause Müller – beim SuS am Ball, damals unter Trainer Wolfgang Kastens.

Ballgefühl war seine Sache – ob beim Fußball, Tennis oder Golf. In allen drei Sportarten brachte Müller es zu einer beachtlichen Stärke. Seinen Spitznamen verdankte er dem Umstand, dass er als Wühlmaus galt. Die den ganz jungen Mittelstürmer und Spielmacher Müller in die Jugendnationalmannschaft brachte, wie sein ältester Sohn Carsten erzählt.

„Er spielte in der U14, in der U15, in der U16 war Schluss, weil er von Helmut Schön beim Rauchen erwischt wurde, er flog aus dem Förderprogramm“, berichtet Carsten Müller. In den 60er- und 70er-Jahren stieg Müller senior mit der SG Castrop in die Landesliga auf, danach spielte er beim SuS Merklinde, später bei Wacker Castrop, die er als Spielertrainer in die Bezirksliga führte.

Das Tor des Jahres in der Landesliga

Norbert Witczak kannte Mause Müller seit A-Jugend-Zeiten bei der SG Castrop. Der frühere Profi (unter anderem Victoria Köln) sagt über seinen langjährigen Weggefährten und Freund: „Der Mause war ein guter Spieler und mit allen Wassern gewaschen.“ Dass ein Kicker einen Eckstoß direkt verwandelt, war bei Müller keine Seltenheit.

Unvergessen noch nach Jahrzehnten sein „Tor des Jahres“ bei der Landesliga-Partie SC Arminia Ickern gegen den SuS Merklinde, bei dem der SuS trotz einer 2:0-Führung mit 3:2 den Kürzeren zog. Auch mit der kleinen gelben Filzkugel war Klaus Müller beim TC Frohlinde in den 80er- und 90er-Jahren erfolgreich unterwegs. Mit dem ebenfalls früh verstorbenen Klaus Hermann etwa harmonierte er wie in alten SuS-Zeiten auch beim Tennis.

Gegen den letzten großen Kampf ohne Chance

Unvergessen war Mause Müllers Tor des Jahres. Er spielte für die SG Castrop, den SuS Merklinde und Wacker Castrop.

Anfang 2000 kam Golf hinzu – durch Sohn Carsten, der sagt: „Mein Vater hatte eben in allem Talent und war ein fairer Sportler, auch im Leben.“ Eine Trainerstunde hat Klaus Müller nicht nehmen müssen. Zu seinen besten Zeiten hatte er ein Handicap von 3,4. Und er war einer der wenigen Golfer aus der Vereinsgeschichte vom Golfclub Castrop-Rauxel, die eine Par-Runde mit 73 Schlägen spielten, sagt Carsten Müller.

Dem Fußball treu geblieben ist Müller bis zu seiner schweren Erkrankung. Mit Norbert Witczak war er im Duo häufig zu Gast auf der Tribüne in Obercastrop, Schwerin und Frohlinde. Enkel Justin (17) spielt übrigens bei der Spvg Schwerin – im Mittelfeld, ein bisschen auf Opas Spuren. Die Beisetzung erfolgt als Seebestattung im engsten Familienkreis.

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