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Werner Hein: Trainer-Fuchs der SG Castrop ging früher selbst auf Torejagd

CASTROP-RAUXEL Die SG Castrop hat nach langer Durststrecke den Wiederaufstieg in die Fußball-Kreisliga A geschafft - nicht zuletzt auch ein Verdienst von Trainer Werner Hein. Der 62-jährige Routinier kann auf eine lange Laufbahn als Spieler und Coach zurückblicken, die ihn unter anderem zu Arminia Ickern, Spvg Schwerin und Borussia Dortmund führte. Ein Porträt.

von Von Jörg Laumann

, 28.08.2008
Werner Hein: Trainer-Fuchs der SG Castrop ging früher selbst auf Torejagd

Trainer-Fuchs Werner Hein.

Zur Saison 2005/06 übernahm Werner Hein das Traineramt beim Castroper Traditionsclub, der sich seit geraumer Zeit nur noch mit dem Dasein in der B-Liga begnügen musste. "Damals habe ich angekündigt, dass wir in spätestens fünf Jahren wieder in der Bezirksliga spielen", schmunzelt der Coach. "Das war schon ein bisschen großmäulig." Immerhin hat Hein mit seinen Schützlingen mittlerweile den halben Weg geschafft. Als Meister der Saison 2007/08 qualifizierte sich die SG Castrop für die Kreisliga A.

Einstieg Bahnhofstraße

Für Hein bedeutete das Engagement an der Bahnhofstraße den Wiedereinstieg ins Trainergeschäft. Eine schwere Knieverletzung hatte den heute 62-Jährigen zuvor zu einer längeren Pause gezwungen. "Björn Klieve hat aber nicht locker gelassen", beschreibt er die Bemühungen des heutigen SG-Vorsitzenden um seine Person. So kehrte Hein, der mit seiner Ehefrau in Lütgendortmund lebt, an die Bande zurück, musste zunächst allerdings seinem Co-Trainer die Leitung der Übungseinheiten überlassen. Mittlerweile sind nach einer Operation aber auch die gesundheitlichen Probleme bewältigt. "Das hat sich gut entwickelt", sagt Hein zufrieden.

Der Castrop-Rauxeler Fußball war für den SG-Trainer anno 2005 alles andere als Neuland. Bereits zu Beginn der 1990er Jahre hatte Hein drei Jahre lang den damaligen Bezirksligisten Arminia Ickern trainiert. Zur Saison 1993/94 wechselte er zur Spvg Schwerin, die seinerzeit gerade aus der Landesliga abgestiegen war und einen großen Umbruch durchmachte. Ein Jahr lang blieb Hein bei den "Blau-Gelben" und erreichte das Saisonziel Klassenverbleib, danach folgten Engagements als Coach bei Westfalia Huckarde und Germania Westerfilde.

Als Fußballer hatte es der Offensivspieler Werner Hein bis hinauf in die damals dritthöchste Spielklasse, die Verbandsliga, geschafft. Dort ging er für den RSV Lüdenscheid-Höh und den VfL Schwerte, bei dem er mit dem späteren Nationaltorwart Wolfgang Kleff zusammenspielte, auf Torejagd. Im A-Juniorenalter war der gebürtige Breisgauer, der mit seinen Eltern als Achtjähriger ins Ruhrgebiet kam, für die Dortmunder Borussia aufgelaufen, anschließend spielte er zwei Jahre in der zweiten Mannschaft des BVB.

Persönliche Kontakte

Aus der aktiven Zeit sind dem SG-Trainer bis heute zahlreiche persönliche Verbindungen erhalten geblieben. So besucht er regelmäßig gemeinsam mit dem ehemaligen Bundesliga-Torjäger Lothar Kobluhn (RW Oberhausen) Trainerkongresse und -fortbildungen. Hein selbst ist im Besitz einer A-Lizenz des Deutschen Fußballbundes (DFB).

Ein Engagement bei einem höherklassigen Verein spielt für den Trainer der SG aktuell jedoch keine Rolle. "Ich würde gerne mit Castrop noch einmal in der Bezirksliga spielen", lautet sein Ziel.

Verletzungspech Auch den wenig erfolgreichen Start in die neue Saison mit zwei Niederlagen kommentiert Hein gelassen. "Wir haben momentan großes Verletzungspech", sagt der 62-Jährige. "Insgesamt bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Klassenverbleib schaffen werden."

Als Spieler dabei mithelfen soll ein naher Verwandter: Torben Zöllner, der zu Saisonbeginn vom VfB Habinghorst zur SG Castrop wechselte, ist Heins Enkel. Auch ansonsten spielt der Fußball in der Familie des Vaters dreier erwachsener Töchter eine große Rolle. Zwei Schwiegersöhne von Werner Hein sind als Trainer bei Vereinen in Witten und Bochum aktiv.

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