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Werner SC kann mit schmeichelhaftem Remis nicht zufrieden sein

Fußball: Landesliga

Der Werner SC hat sich gegen Westfalenliga-Absteiger BSV Roxel mit Glück und Geschick einen Punkt gesichert. Dabei stach vor allem Wernes Torwart Sebastian Treppe heraus.

Werne

, 09.09.2018
Werner SC kann mit schmeichelhaftem Remis nicht zufrieden sein

In der zweiten Halbzeit wurde das Duell hitziger. Hier liegt Jawad Foroghi am Boden, der von seinem Gegenspieler mit dem Fuß im Gesicht getroffen wurde. © Johannes Schmittmann

Der Werner SC hat sich gegen den BSV Roxel einen schmeichelhaften Punkt erkämpft. Die Zuschauer sahen dabei zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Im Nachgang der Partie waren sich beide Trainer in der Analyse einig.. „Am Ende war es ein Unentschieden, mit dem wir nicht zufrieden sein können“, haderte BSV-Trainer Sebastian Hänsel. Sein Werner Pendant, Lars Müller, gab zu, dass zum Punktgewinn für den WSC „aufgrund der zweiten Halbzeit eine Portion Glück gehörte“.

Landesliga 4

Werner SC – BSV Roxel

1:1 (1:0)

Müller musste seine Startelf durch die Ausfälle von Jussef Saado und Yannick Lachowicz auf zwei Positionen ändern. Neuzugang Robin Przybilla feierte sein Startelf-Debüt, Dennis Seifert rotierte für Lachowicz in die Mannschaft. Letzterer bildete mit Joel Simon und Zoran Martinovic die Dreierkette im 3-4-3-System. Marvin Stöver musste dafür auf die rechte Außenposition weichen.

In der Anfangsviertelstunde tasteten sich beide Teams ab. Vielversprechende Angriffssituationen wurden von den aufmerksamen Defensivreihen schon im Keim erstickt. Für den ersten Torabschluss brauchte es eine Standardsituation: Ein scharf getretener Eckball landete auf dem Kopf von Dickens Toka, der jedoch keinen Druck hinter den Ball bringen konnte. Sebastian Treppe fing den Ball sicher.

Werne war zunächst die bessere Mannschaft

Für den ersten gefährlichen Abschluss des WSC sorgte Niclas Beckerling, der eine mustergültige Flanke von Przybilla aber am Tor vorbei setzte (23.). Nach einer halben Stunde hätten die Münsteraner in Führung gehen müssen. Zunächst scheiterte Yusuf Güllü freistehend am gut reagierenden Sebastian Treppe, den Nachschuss setzte Toka deutlich über das Tor.

Die Chance konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Werner SC die bessere Mannschaft war. Vor allem die Abwehr stand deutlich besser als in den letzten Wochen. Und der WSC belohnte sich nach 37 Minuten für seine Mühen: Marvin Stöver marschierte auf rechts die Linie entlang, wurde von keinem Abwehrspieler attackiert und flankte von der Grundlinie scharf nach innen. Robin Przybilla musste nur noch den Fuß hinhalten: 1:0. Damit ging es in die Pause.

Roxel bringt WSC ins Wanken

Schon die ersten Minuten des zweiten Abschnitts zeigten, dass die Münsteraner sich viel vorgenommen hatten. Unter kräftiger Mithilfe der Werner Defensive gelang der BSV gleich mehrfach in gute Abschlusspositionen. Nur Glück und ein starker Sebastian Treppe verhinderten den Ausgleich. Dass der WSC nun ins Wanken geriet, lag auch daran, dass die Offensive kaum noch für Entlastung sorgen konnte. Przybilla hing als Sturmspitze in der Luft, im Mittelfeld wurden selbst einfache Bälle zu schnell verloren. Eine Ausnahme bildete die 72. Minute, in der sich Daniel Durkalic innerhalb von 60 Sekunden gleich zweimal die Chance zur Entscheidung bot. Erst traf er mit einem strammen Rechtsschuss nur das Außennetz, dann zwang er den Torhüter per Kopfball zu einer Glanzparade. Doppelt bitter: Im direkten Gegenzug bestrafte Thomas Kroker den kollektiven Tiefschlaf der Werner Defensive zum 1:1.

In der Schlussphase hatten dann beide Mannschaften die Möglichkeit zum Lucky-Punch. Erst schoss Jawar Foroghi aus 16 Metern knapp über das BSV-Tor, dann bestätigte auf der anderen Seite Sebastian Treppe im Eins-gegen-Eins seine starke Form. Bis in die Nachspielzeit lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, doch auch die letzte Hereingabe des eingewechselten Yannick Eisenbach verpuffte. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein ordentliches Spiel gemacht, hätten dort aber mehr aus unseren Räumen machen müssen. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann große Probleme. Da haben wir uns mit Querschlägern teilweise das Leben selbst schwer gemacht“, so Müller nach Schlusspfiff.

Werner SC: Treppe – Martinovic, Seifert, Simon – Oh, Foroghi, Stöver, Prinz – Beckerling, Przybilla, Durkalic
Tore: 1:0 Przybilla (37.), 1:1 Kroker (73.)

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