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Werner SC mit Teilzeit Co-Trainer

Fußball Landesliga 4

Beim Werner SC sitzt Mondrian Runde derzeit weder auf der Bank, noch steht er hinter der Bande. Dabei ist er doch verletzt. Nein, er steht ganz nah am Spielfeldrand in der Coaching Zone. Was macht er da?

Werne

, 20.08.2018
Werner SC mit Teilzeit Co-Trainer

WSC-Mittelfeldspieler Mondrian Runde unterstützt während seiner Verletzung Chef-Coach Lars Müller an der Seitenlinie. Hier ärgert er sich über eine vergeben Chancen in der Schlussphase gegen den TuS Altenberge. Das Spiel endete 2:2. © Helga Felgenträger

Einen offiziellen Co-Trainer gibt es beim Fußball-Landesligisten Werner SC nicht. Das Torwarttraining leitet Axel Scheunemann und Chef-Coach Lars Müller hält alle Fäden in der Hand. Doch an den beiden ersten Saisonspielen fiel auf, dass Mondrian Runde seinen Trainer an der Seitenlinie unterstützt hat.

Mittelfeldspieler Runde laboriert seit drei Monaten an einem Muskelfaserriss. Auf dem Feld kann er seinem Team nicht helfen, also versucht der 27-Jährige beratend einzugreifen. „Ich unterstütze die Mannschaft, wo ich kann. Zum Beispiel beim Warmmachen. Oder auch während des Spiels. Wenn mir da etwas auffällt, dann sage ich das dem Trainer“, erklärt Runde.

Intensiverer Blick

Und wie ist der Blick aufs Spielfeld, so als „Co-Trainer“ von der Seitenlinie aus und nicht als Spieler von der Bank? „Das ist schon etwas anderes. Man schaut sich das Spiel intensiver an, achtet auf jeden Spieler. Es ist eine schöne Erfahrung“, erklärt der 27-Jährige.

Lars Müller gefällt an Runde dessen gute Auffassungsgabe. „Er ist ein sehr intelligenter und erfahrener Spieler“, so Müller. Und da Torwarttrainer Axel Scheunemann, mit dem sich Müller sonst austauscht, im Urlaub weilt, kam die Konstellation Müller/Runde zustande.

Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt

Beim 2:2 gegen den TuS Altenberge am Sonntag habe Runde eine gute Leistung gesehen. „Wir haben leider zwei Punkte zu wenig geholt. Am Ende hat uns etwas das Glück und auch die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, sagt er. An die Qualität der Mannschaft glaube er aber fest. „Ich bin davon überzeugt, dass wir in der Liga mithalten können. Das wissen alle anderen auch.“

Schon in der Vorbereitung vertraute Lars Müller seinem erfahrenen Spieler und ließ Runde während seiner Abwesenheit eine Trainingseinheit leiten. „Das ist eine schöne Sache, wenn ich dem Team so helfen kann. Es ist allerdings nicht vorgesehen, dass ich irgendwann einmal Co-Trainer werde. Schließlich will ich bald wieder spielen“, sagt Runde. Das dauert aber wohl noch einige Zeit. In dieser Woche will Runde ins Lauftraining einsteigen. Sein Ziel: das Derby gegen den SV Herbern am 23. September. „Bis dahin will ich spätestens wieder auf dem Platz stehen“, so Runde.

Immer mal wieder als Co

„Auch ich sehe Mondrian lieber gesund und fit auf dem Platz“, sagt Müller. Aber solange kein etatmäßiger Co-Trainer gefunden wird, dürfte Runde immer mal wieder an der Seitenlinie zu finden sein. Stehen, nicht sitzend auf der Bank.

Auf lange Sicht kann sich Runde nach seiner aktiven Karriere den Trainerjob nicht vorstellen. „Ich habe zwar schon mal darüber nachgedacht, ob das Traineramt etwas für mich wäre, aber beruflich klappt das nicht. Ich habe bei der Deutschen Bahn oft Bereitschaft. Das würde dem Team nicht gerecht.“