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Werner fahren mit Schüttelfrost ins Ziel

Ötztaler Radmarathon

Vier Werner Hobby-Radrennfahrer vom RSC Werne haben am Ötztaler Radmarathon in Österreich teilgenommen. Die Bedingungen waren äußerst schwierig. Nur zwei Werner kamen ins Ziel.

Werne

, 06.09.2018
Werner fahren mit Schüttelfrost ins Ziel

Peter Dercken (v.l.), Peter Jücker, Jörg Porwoll und Sigurd Appel vom RSC Werne vor der Abfahrt nach Österreich zum Ötztal Radmarathon. © Dercken/RSC

Bei schönem Wetter ist der Ötztaler Radmarathon ein echtes Erlebnis für Rennradfahrer. Auch aus Werne vom Radsportclub (RSC) machen sich Jahr für Jahr einige Aktive auf den Weg nach Sölden in Österreich. So auch am vergangenen Wochenende. Peter Dercken war zum Beispiel dabei. Für ihn war es die fünfte Teilnahme – und vielleicht die letzte.

Gemeinsam mit Peter Jücker, Jörg Porwoll und Sigurd Appel sowie mehr als 4000 weiteren Hobbyradfahrern ging Dercken am Sonntag, 2. September, auf die Strecke. „Das ist schon ein Wahnsinnsbild, wenn so viele Starter auf einmal losfahren“, erzählt Dercken. Die Strecke ist 238 Kilometer lang. Die Schwierigkeit: Die Teilnehmer müssen 5500 Höhenmeter bewältigen. Die Steigungen betragen bis zu 18 Prozent. „Das ist schon eine Herausforderung. Ohne Training kann man das nicht machen“, sagt der 58-Jährige. Ein halbes Jahr mit monatlich um die 1000 Trainingskilometer seien nötig, um einigermaßen präpariert in den Ötztaler Radmarathon zu gehen, erklärt Dercken.

Vier Alpenpässe

Der erste von vier Alpenpässe, die die Teilnehmer überqueren müssen, ist der Kühtaipass. Der Weg hoch ist schon anstrengend genug, die Abfahrt in diesem Jahr nicht minder. Schon am Start war es mit fünf Grad Celsius sehr frisch, dafür aber trocken. Das änderte sich bei der Abfahrt. Am Kühtai fing es an zu regnen – und es hörte nicht mehr auf. „Die Abfahrt wird dann natürlich sehr schwierig. Wo ich bei meiner letzten Teilnahme noch 90 bis 95 km/h auf dem Tacho hatte, musste ich jetzt deutlich langsamer und entsprechend vorsichtig fahren. Mehr als 67 km/h waren nicht drin“, erzählt Peter Dercken. Einige Unerschrockene seien aber trotzdem an ihm vorbeigezogen. „Man kühlt bei Passabfahrten ohnehin schnell aus. Und wenn dann auch noch die äußeren Bedingungen nass und kalt sind, wird es umso schlimmer. So viele Jacken kann man gar nicht mitnehmen“, sagt Dercken.

Frühe Aufgabe

Der Kampf gegen den Regen und die Kälte forderte seinen Tribut. Sigurd Appel gab gesundheitsbedingt schon am Küthai auf. Jörg Porwoll schaffte es bis zum vorletzten Pass, musste dann zwangsweise vom Rad, da er nicht mehr im Zeitlimit war, das zwölf Stunden betrug.

Dercken und Peter Jücker bissen sich durch und schafften die Strecke in beachtlichen Zeiten. Peter Dercken brauchte 10:46 Stunden, Peter Jücker schaffte es sogar unter zehn Stunden in 9:49 Stunden. Handgestoppte 30 Minuten dauerte es anschließend, bis sich bei Peter Dercken der Schüttelfrost nach der Kältetour legte. „Das war nicht gerade spaßig, auch wenn es mal wieder eine tolle Herausforderung war. Aber ob ich da nochmal dran teilnehme, dass weiß ich noch nicht“.

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