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Wethmar holt den ersten Punkt, Brambauer spielt zu naiv

Fußball: Bezirksliga 8

Westfalia Wethmar macht beim 0:0 in Scharnhorst einen kleinen Schritt nach vorne. BV Brambauer gibt erstmals in der Saison Punkte ab und muss die Schuld dafür allein bei sich selbst suchen.

Lünen

, 26.08.2018
Wethmar holt den ersten Punkt, Brambauer spielt zu naiv

Tim Heptner (r.) holte mit Wethmar bei Alemannia Scharnhorst den ersten Punkt. © Bernd Warnecke

Scharnhorst – Wethmar 0:0

Die Gäste versuchten zunächst, über einen kontrollierten Spielaufbau das Geschehen in die Hand zu nehmen. Scharnhorst beschränkte sich dagegen erst auf die Verteidigung, stand dabei ziemlich hoch und konterte.

Die erste nennenswerte Chance des Spiels hatte die Alemannia. Nach Ecke von Patrick Wedemann köpfte Mathias Bergner einen Meter drüber (10.). Wethmars erste Chance vergab Tim Heptner, der eine maßgenaue Flanke von Quahib El-Gaouzi auf den Rücken von Fatih Kekec köpfte (20.). Maik Küchlers Treffer, nach Pass in die Tiefe von Heptner, pfiff der Schiedsrichter wegen Abseitsstellung zurück (39.).

Wethmar spielte danach einige gute Überzahlsituationen nicht gut aus. So zum Beispiel Kevin Coerdt, der zu steil auf Heptner passte (42.). Im Gegenzug der Schock: El-Gaouzi legte Wedemann im Strafraum. Der groß gewachsene Maik Müller war jedoch auf dem Posten und lenkte den platzierten Strafstoß zur Ecke (44.), die nichts einbrachte.

Nach dem Seitenwechsel ähnliches Spiel: Wethmars Hintermannschaft stand sicher, vorne fehlte allerdings die Durchschlagskraft. El-Gaouzi scheiterte mit einem Freistoß (46.). Abwehrmann Nico Kaufmann zwang SGA-Keeper Kevin Glaap mit dem Hinterkopf zu einer Glanzparade (61.). Auch Tim Cillien köpfte eine Ecke von Schöpf knapp daneben (68.)

Als Heptner bei einem Konter (3:1) der Ball vom Fuß sprang, haderten die Mitspieler (72.). Kurz vor dem Ende sah Yassin Paluch, der Kowalski bei einem Konter an der Mittellinie stoppte die Ampelkarte (88.). Ihm folgte wenig später El-Gaouzi wegen einer verbalen Unsportlichkeit (90.). Es blieb beim torlosen Remis.

„Wir haben in der ersten Halbzeit kaum etwas zugelassen, hatten aber selber sechs, sieben gute Konterchancen, wovon wir zwei hätten machen müssen. Darauf können wir aber aufbauen. Wir haben zu Null gespielt und den ersten Punkt geholt. An der Durchschlagskraft müssen wir noch arbeiten“, sah Wethmars Coach Andreas Przybilla über einen kleinen Schritt nach vorne. Dennoch rutscht Wethmar auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Alemannia Scharnhorst: Glaap – Langenbach, Tuktuganov, Kekec, Galonska, Güngör, Cildir, Wedemann, Bergner, Paluch, Akarsu (54. Ekim)

Westfalia Wethmar: Müller – Kaufmann, Jashanica, K. Coerdt (58. R. Coerdt), Küchler (46. Mhani), Cillien, El Gaouzi, Kowalski, Schöpf, Heptner, Stork

Tore: Fehlanzeige

Gelb-Rote Karte: Pauluch (90., wiederholtes Foulspiel/Alemannia), El-Gaouzi (90.+2., verbale Unsportlichkeit/TWW)

Wethmar holt den ersten Punkt, Brambauer spielt zu naiv

Christian Wantoch von Rekowski (vorne) kam gegen Dorstfeld nicht nur einmal ins Straucheln. © Jürgen Weitzel

BV Brambauer – SC Dorstfeld1:1 (0:0)

„Mich ärgert es sehr, dass wir das Tor durch einen Strafstoß bekommen, weil ich das vor dem Spiel angesprochen habe“, sagte BV-Trainer Jascha Keller nach Abpfiff. Patrick Voll war der Übeltäter, der in der 70. Minute regelwidrig den Zweikampf suchte. Finn Rogge erzielte für Dorstfeld den 1:1-Endstand. Brambauers Torwart Jörg Lemke ahnte die Ecke zwar, doch der Ball schlug unten links ein. Dass es für die Brambaueraner nicht zum dritten Sieg in Serie reichte, hatte aber mehrere Gründe.

Zum einen erwischte die stark besetzte Offensive um Daniel Berger, Marvin Schuster, Joel Razanica und Enrico Christal einen schlechten Tag mit vielen einfachen Fehlern und ohne geniale Momente. Christian Wantoch von Rekowski agierte zudem komplett glücklos und wurde Gelb-Rot gefährdet nach 32 Minuten durch Marcel Bieber ersetzt.

Aber die Dorstfelder, die nach dem 0:7 im letzten Aufeinandertreffen noch eine Rechnung offen hatten, machten ihre Sache auch gut. Zwar entwickelten die Dortmunder im gebundenen Spiel nur ganz selten Torgefahr – einige abenteuerliche Abschlüsse inklusive. Doch die Defensive der Gäste stand sicher und nahm dem BV seine verbliebenen Stärken.

Nur ganz selten kam Brambauer in vielversprechende Pressingsituationen – Anfang des Spiels etwa, als der BV aus mehreren Möglichkeiten aber keinen Ertrag schöpfte. „Wir haben entsprechend versucht aufzustellen, sodass wir unsere zweikampfstarken Leute dagegenstellen. Ich glaube, es hat gut funktioniert, dass wir die Schlüsselspieler aus dem Spiel genommen haben“, sagte Dorstfelds Trainer Peter Brdonkalla. „Dorstfeld hat das Umschaltspiel völlig unterbunden“, so Keller.

„Mit etwas mehr Spielglück oder wenn wir den einen oder anderen Konter besser fahren, können wir eventuell sogar das 2:1 machen“, sagt dagegen Brdonkalla.

Wenig Körpersprache

„Nicht zu unrecht, denn nach dem Ausgleich ging dem BV die Körpersprache größtenteils ab, Dorstfeld drückte auf den Führungstreffer. Der BVB war am Ende kopflos, hätte sich trotz Feldüberlegenheit über das 1:2 nicht beschweren dürfen. „Über 90 Minuten war der Punktgewinn für Dorstfeld nicht unverdient. Wir haben uns nach der Führung nicht clever verhalten. Es war naiv, wie wir teilweise noch hoch attackiert haben“, sagte Keller.

BV Brambauer: Lemke – Stolzenhoff, Voll, Rimkus, Klemt – Berger, Köse (75. Ehrentraut)– Wantoch von Rekowski (32. Bieber), Razanica, Christal (62. Daunhauer)– Schuster

SC Dorstfeld: Jung – Reimann (60. Lohse), Rotgang, Rogge, Nuriddin, Sueck, Neumann (El-Lahib), Chrobok (63. Grabowsky), Nassiri El Amaraoui, Rütten, Akdeniz

Tore: 1:0 Schuster (51.), 1:1 Rogge (70./Foulelfmeter)

Rote Karte: Rogge (89., grobes Foulspiel)

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