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Wiedereinwechseln in unteren Ligen - Eine praktikable Lösung?

Fußball

WERNE In Niedersachsen und Bayern ist es in den Fußball-Ligen unterhalb der Kreisliga A möglich, innerhalb einer Partie durchzuwechseln. So können auch Spieler, die bereits ausgewechselt wurden, wieder auf den Platz geschickt werden. Eine Lösung auch für unsere Ligen?

von Von Harald Gehring

, 05.08.2010
Wiedereinwechseln in unteren Ligen - Eine praktikable Lösung?

Bei manchen Freizeitkicker spannt das Trikot auch ohne Ball darunter. Freies Ein- und Auswechseln würde das Konditions-Problem lösen und die personell oft knapp aufgestellten Teams unterhalb der Kreisliga A entlasten.

Die Entscheidung des Trainers über eine Auswechslung ist unumstößlich - zumindest im Westdeutschen Fußballverband. In Niedersachsen und in Bayern ist das anders. Dort wird in den Spielklassen unterhalb der Kreisliga A munter durchgewechselt. "Das hat große Vorteile", sagt Simon Wegmeyer, gebürtiger Niedersachse aus dem Kreis Gifhorn, der in Dortmund Logistik studiert. "Fast keiner von uns kann regelmäßig trainieren. Beruf, Studium oder die Schule fordern volles Engagement. Da bleibt kaum Zeit", bekennt der 24-Jährige, der sonntags für den VfL Germania Ummern in der 3. Kreisklasse aufläuft.Möglichkeit der Zeitschinderei Die Niedersachsen halten es völlig relaxt und vor allem unbürokratisch. Dem Unparteiischen liegt vor dem Anpfiff eine Liste mit 14 Aktivennamen vor. Diese 14 dürfen in der anschließenden Punkte-Begegnung nach Belieben ein- oder ausgewechselt werden. Der "Schiri" muss sich nichts notieren, er passt allerdings auf, dass sich nicht irgendwann mehr als die erlaubten elf Kameraden eines Teams auf der Spielfläche im Wege stehen.

Nicht ganz so freizügig sind die Bayern. Dort beschloss der Verbandstag vor einigen Tagen einen "Rücktausch" von Spielern in den Spielklassen unterhalb der Kreisliga. Aber: Bei den Herren-Spielen bleibt das Auswechsel-Kontingent auf drei Akteure beschränkt. Die Schiedsrichter müssen sich die ersten drei Auswechslungen notieren.

Eine Wiedereinwechslung von Spielern ist nur in Spielunterbrechungen und mit Zustimmung des Unparteiischen möglich. Kritik gibt's auch. Ein wesentlicher Punkt ist die Möglichkeit der Zeitschinderei in der Schlussphase einer Partie. Das soll der Schiedsrichter mit der Nachspielzeit unterbinden.Keine Pläne im Westen Im westdeutschen Verband sind solche Änderungen auf dem Verbandstag am 14. August in Duisburg nicht vorgesehen. Das Wiedereinwechseln ist nur im Junioren-Spielbetrieb vorgesehen. Zur Abstimmung liegt aber ein Antrag, nach dem im Herrenfußball bei Wechseln von oberen zu unteren Mannschaften innerhalb eines Vereins die Schutzfrist verkürzt wird. Und zwar von zehn auf zwei Tage. Außerdem sollen statt zwei dann vier Spieler in den Teams wechseln dürfen. Von diesen vier müssen allerdings zwei Akteure unter 23 Jahren alt sein. Es tut sich also auch im Fußball-Westen was. HaGe Was meinen Sie: Sollten die freien Wechsel auch im Westen eingeführt werden? ►Hier geht´s zur Abstimmung

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