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Zeitreise von Franz Heßebein bis zur modernen Zumba-Gruppe

150 Jahre Schwerter Turnerschaft

Der älteste Sportverein der Stadt ist jung geblieben und hat am Sonntag seinen runden Geburtstag mit einem kurzweiligen Festakt und einer Präsentation unter dem Motto „Ein Verein stellt sich vor“ gefeiert.

Schwerte

, 17.06.2018
Zeitreise von Franz Heßebein bis zur modernen Zumba-Gruppe

Landtagsabgeordnete Susanne Schneider (3.v.re.) und Bürgermeister Dimitrios Axourgos (3.v.li.) unterstützten den Vereinsvorstand der Schwerter Turnerschaft bei der Jubilarehrung. © Bernd Paulitschke

Wenn der älteste Sportverein der Stadt einen runden Geburtstag hat, muss das gefeiert werden. Wurde es auch: Anlässlich des 150-jährigen Vereinsbestehens konnten die Verantwortlichen der Schwerter Turnerschaft am Sonntagvormittag geladene Gäste in dreistelliger Zahl zum Festakt in der Gesamtschul-Mensa begrüßen.

Anschließend präsentierten sich die verschiedenen Abteilungen der STS in der Gänsewinkel-Sporthalle: die verschiedenen Turngruppen, die Rhythmischen Sportgymnastinnen und nicht zuletzt die U12-Basketballer, deren Freundschaftsspiel gegen Boele-Kabel den Abschluss der Vereinspräsentation bildete.

Zuvor aber stand der Festakt auf dem Programm – und wer sagt eigentlich, dass solche Festakte langatmig und dröge sind? Das Gegenteil war am Sonntag der Fall. Mit Jörg Przystow hatten sich die STS-Verantwortlichen den Schwerter Top-Moderator ans Mikro geholt. Er führte kurzweilig durch das anderthalbstündige Programm. Dieses bestand auch, aber längst nicht nur aus Reden der Festgäste, unter denen sich auch Ex-Bürgermeister Heinrich Böckelühr befand.

Dessen Nachfolger Dimitrios Axourgos dankte den vielen Ehrenamtlichen im Verein und hob den hohen Stellenwert hervor, den der Breitensport genießen müsse. In dieser Hinsicht habe die Schwerter TS einiges zu bieten – nicht zuletzt eine Zumba-Gruppe als neuestes Sportangebot. Mit dem Begriff Zumba habe ein gewisser Franz Heßebein ganz sicher noch nichts anfangen können, meinte Axougos. Damit schlug der Bürgermeister den Bogen vom allerersten Vorsitzenden eines Schwerter Sportvereins zur Gegenwart und schloss sein Grußwort mit dem Satz: „Auf weitere 150 Jahre“.

In seiner Funktion als Vorsitzender der Dachorganisation der Schwerter Sportvereine würdige Heiner Kockelke die Schwerter TS als „Stütze unserer Stadtsportverbandes“, ehe seine Tochter Ute die Glückwünsche des Kreissportbundes und des Landesportbundes übermittelte – ein Scheck inklusive.

Es folgte eine erste Tanzvorführung der drei Top-Gymnastinnen des Vereins: Elisabeth Ebel, Michelle Schewallje und Jana Martin forderten den Applaus des Publikums heraus. Gleiches galt für Uwe Schiemann (Klavier) und Ulrich Grünebaum (Violine), die mit ihren Musikbeiträgen den Festakt bereicherten.

Auf eine etwa zehnminütige Zeitreise nahm die aktuelle Vereinsvorsitzende, Doris Barthelmey, die Gäste dann mit einer Powerpoint-Präsentation mit und brachte dem Publikum damit die Meilensteine der Vereinshistorie näher – von den Gründerzeiten, als Turnen noch ein Mittel zur Wehrhaftigkeit und zur Stärkung des Nationalgefühls war und ausschließlich von Männern betrieben wurde, bis zum aktuellen und modern ausgerichteten Mehrspartenverein der Gegenwart.

Es folgten noch die Ehrungen der Jubilare (siehe Info-Box), von denen leider nicht alle persönlich anwesend sein konnten. Auch nicht Magdalena Müller, die seit stolzen 90 Jahren im Verein ist. Damit ist sie das älteste von 670 Mitgliedern der Schwerter TS – einem Verein, der zwar 150 Jahre alt geworden, letztlich aber jung geblieben ist.

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