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Fußball

Zweite Halbzeit kostet Wulfen die Überraschung

WULFEN Eine halbe Stunde lang roch es im Nachbarschaftsduell der Bezirksliga 11 zwischen Deuten und Wulfen nach einer dicken Überraschung. Doch am Ende rückte der Favorit die Dinge doch noch zurecht. Dank Steffen Rekers.

Zweite Halbzeit kostet Wulfen die Überraschung

Da war die Wulfener Welt im Derby beim SV Rot-Weiß Deuten noch in Ordnung: Stanislav Ziegler (l.) überwindet Deutens Keeper Dennis Heyer zum 2:0 für die Gäste. Doch am Ende hieß es 3:2 für Deuten.Lücke

Drei Punkte am Deutener Bahndamm. Das hätte nicht nur der Wulfener Seele sehr gutgetan. Auch in der Tabelle hätte ein Sieg den Blau-Weißen im Abstiegskampf viel Luft verschafft.

Bezirksliga 11

RW Deuten - BW Wulfen

3:2 (1:2)

Gute 30 Minuten lang sah es auch sehr gut aus für die Gäste. Marcel Kadereit hatte sie schon nach neun Minuten mit einem trockenen Schuss vom rechten Eck des Fünfmeterraums in Führung gebracht. Es war die Strafe dafür, dass die Deutener vorher Nico Genieser und Andre Brüggemann im eigenen Strafraum nahezu ungestört hatten kombinieren lassen.

Genieser bereitete in der 31. Minute auch den zweiten Wulfener Treffer vor. Im Mittelfeld ließ er gleich drei Gegenspieler aussteigen und schickte Stanislav Ziegler auf die Reise. Der erledigte die restlichen 40 Prozent und überwand Dennis Heyer (31.) zum 0:2.

Für das 0:5 aus dem Hinspiel hatten sich die Blau-Weißen damit schon rehabilitiert. Doch damit war der schöne Teil des Wulfener Nachmittags abgearbeitet und es folgte der tragische.

Hätten die Gäste das 2:0 mit in die Pause genommen, sie hätten den Dreier vielleicht eingefahren. Ganz sicher wohl, wenn Dominik Pawlak bei der Riesenchance zum 3:0 nicht ins Stolpern geraten wäre (35.). Doch der Deutener Anschlusstreffer noch vor dem Seitenwechsel − Steffen Rekers traf per Kopf (38.) − gab den Gastgebern den Glauben an eine erfolgreiche Aufholjagd und verunsicherte die bis dahin sehr gut spielenden Gäste.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich Wulfen des Deutener Dauerdrucks nicht mehr erwehren. Hinten wurden die Bälle zumeist nur noch ziellos nach vorn gedroschen und kamen postwendend zurück. Zweimal hatten die Gäste bei Deutener Pfostentreffern noch Glück, doch dann nahm Kieron Ihnen Maß und zirkelte den Ball in Thomas-Müller-Manier aus 18 Metern zum 2:2 in den rechten Winkel des Wulfener Tores (87.).

Wulfen kämpfte. Aber Wulfen wackelte auch. Eigene Entlastungsangriffe fanden kaum noch statt und in der 87. Minute schlug Steffen Rekers dann zum zweiten Mal zu. Eine Ecke köpfte er zum 3:2 in die Maschen (87.) und Wulfen fehlten Zeit und Mittel, um darauf noch einmal zu antworten. Nach Halbzeit eins wäre zumindest ein Punkt hochverdient gewesen, doch in den zweiten 45 Minuten zeigten die Blau-Weißen einfach zu wenig.

RWD: Heyer (90. Ridderbusch); Pohlmann, Tomicki, Mueller, Brüggemann, Goeke, Heinsen, Falkenstein, Ihnen (79. Wilkes), Peters (87. Höing), Rekers.

BWW: Neumann, Habicht, Niels Genieser, Nagel, Bischof, Kadereit (73. Niedick), Bruns, Ziegler, Pawlak, Nico Genieser, Brüggemann (46. Goroll).

Tore: 0:1 Kadereit (9.); 0:2 Ziegler (31.); 1:2 Rekers (38.); 2:2 Ihnen (62.); 3:2 Rekers (87.).

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