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Aldi-Neubau in der City ist fertig, ein zweiter entsteht in Lünen-Süd

rnDiscounter modernisiert Filialnetz

Wer durch die Schaufenster späht, kann es erkennen: Die Regale im Aldi-Neubau an der Viktoriastraße füllen sich mit Ware. Schon Ende dieser Woche soll eröffnet werden.

Lünen

, 12.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Auf Anfrage bestätigte die Pressestelle von Aldi-Nord, dass der Discounter die Filiale am Samstag, 16. März, eröffnen will. Erst im September 2018 war der Vorgängerbau abgerissen worden. Er existierte nur gut elf Jahre, denn nach einem Großbrand im Januar 2007 hatte Aldi an der Viktoriastraße schon einmal neu gebaut.

Das Konzept namens „ANIKo“

Nur: Die Verkaufsfläche von circa 800 Quadratmetern (qm) entsprach nicht den heutigen Standards. Der nunmehr so gut wie fertige Neubau, mit einer Fläche von circa 1200 qm, folgt dem Konzept, das Aldi Nord in seinem gesamten Filialnetz umsetzen will und das sich „ANIKo“ nennt - Aldi Nord Instore Konzept.

Aldi-Neubau in der City ist fertig, ein zweiter entsteht in Lünen-Süd

Blick durchs Schaufenster in den neuen Aldi: Einige Regale sind schon mit Waren befüllt. Vorn die Kassen. © Peter Fiedler

„Der Fokus unserer neuen Märkte liegt vor allem auf einer hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr Platz und breiteren Gängen sowie einem vergrößerten Angebot an frischem Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Backwaren für unsere Kundinnen und Kunden. Die neuen Filialen werden zudem mit einem modernen Licht-, Farb- und Energiekonzept ausgestattet“, erläutert ein Aldi-Sprecher. Die Investition an der Viktoriastraße belief sich nach früheren Angaben eines Aldi-Managers auf einen hohen einstelligen Millionenbetrag. Die Pressestelle teilte am Montag (11.3.) mit, man mache „zu Investitionsvolumina keine Aussagen“.

Aldi-Neubau in der City ist fertig, ein zweiter entsteht in Lünen-Süd

Aldi, Getränkeparadies Gefromm und Bäckerei Geiping befinden sich im Altbau an der Bebelstraße. Rechts davon haben die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau begonnen. © Peter Fiedler

Nicht von Aldi, aber für Aldi wird in Lünen-Süd an der Bebelstraße investiert. Dort nimmt Jochen Gefromm, Chef des gleichnamigen Getränke-Unternehmens, nach eigenen Angaben circa 3,5 Millionen Euro in die Hand. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. „Am 12. August 2019 will ich den Neubau bezugsfertig an Aldi übergeben“, sagte Gefromm am Montag auf Anfrage.

Zunächst kein Wachstum möglich

Der Plan: Für Aldi wird auf dem Gelände ein neues Gebäude hochgezogen, in das der Discounter umzieht. In die heutigen Aldi-Räume will Gefromm einen Teil seines Großhandels-Geschäftes verlagern. Die Bäckerei Geiping und Lotto/Post Elke Wolf werden ihre Standorte auf dem Gelände behalten, kündigte Gefromm an.

Aldi-Neubau in der City ist fertig, ein zweiter entsteht in Lünen-Süd

Das rot markierte Gebäude kennzeichnet den geplanten Neubau für Aldi auf dem Gefromm-Gelände. Unten die Bebelstraße. Entwurf: Architekten Wegemann © Peter Fiedler

Allerdings kann Aldi, zumindest vorerst, die Verkaufsfläche an der Bebelstraße nicht so wie an der Viktoriastraße vergrößern. Die Gebäudehülle im Neubau, erläutert Jochen Gefromm, sei zwar für 1250 qm ausgelegt, doch die Stadt Lünen habe nur 799 qm genehmigt. Derzeit sind es laut Stadt 747, laut Aldi 780 qm.

Gefromm hofft auf künftige Erweiterung

Gefromm hofft im Sinne seines Mieters, dass sich in Zukunft mehr Erweiterungsmöglichkeiten für Aldi ergeben, wenn das Einzelhandelskonzept überarbeitet wird. Das ist laut Stadtverwaltung nicht ausgeschlossen.

Zwar liege der Standort Bebelstraße nach dem derzeit geltenden Nahversorgungskonzept nicht in einem sogenannten zentralen Versorgungsbereich. Das stehe einer Aldi-Erweiterung auf 1250 qm „explizit entgegen“.

Stadt: Der Standort wird neu bewertet

Allerdings werde der Standort im Zuge der Fortschreibung des Masterplans Einzelhandel neu bewertet. „In dem Zusammenhang ist dann auch die Frage zu klären, wie groß die Verkaufsfläche dort werden kann und welche Sortimente dort zugelassen werden können, ohne bestehende zentrale Versorgungsstrukturen in ihrem Bestand zu gefährden“, teilt Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage mit.

Abhängig vom Ergebnis der Fortschreibung sollen „erneut Gespräche mit dem Antragsteller hinsichtlich der Entwicklung dieses Standorts geführt werden“, so Spangardt.

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