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Gerade in diesen Tagen sind mit dem neuen Mietwertspiegel die Kosten fürs Wohnen ein Thema. Und der Bericht bestätigt, was viele längst am eigenen Leib spüren, die Mieten steigen.

Lünen

, 20.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Bezahlbarer Wohnraum dringend gesucht. Manche haben ohne Förderung überhaupt keine Chance, aber auch ein Anrecht auf Unterstützung. In der Praxis gibt es viele Hindernisse, dass Menschen eine passende Wohnung finden.

Zumindest ein paar dieser Hindernisse kann Ursula Heuser in der dritten Etage des Rathauses aus dem Wege räumen oder zumindest kleiner machen.

Manchmal ist der Wohnberechtigungsschein die einzige Chance

Die 59-Jährige arbeitet in der Abteilung Wohnen und Soziales. Zehn Mitarbeiter gibt es. Ihre Themen: Wohnraumsicherung, Wohngeldbescheide, Wohnberechtigungsscheine, Wohnungsmarktbericht, Wohngeldreform. Das sind nur fünf Stichworte.

Menschen, die nicht so viel verdienen, bekommen mit diesem Wohnberechtigungsschein eine Chance auf eine für sie bezahlbare Wohnung. Alles ist streng geregelt, es geht nach Einkommen, Personenzahl und Quadratmetern. Ursula Heuser trägt Nötiges zusammen, berät die Menschen. Und immer muss überprüft werden: Stimmen die Voraussetzung für eine Sozialwohnung noch?

Trotz aller Bemühungen, es gibt ein Problem: „Solche Sozialwohnungen fehlen massiv“, sagt Ursula Heuser. Natürlich seien die neuen Wohnungen auf dem Gelände des alten Hallenbades, im alten Hertie-Gebäude und an der Lippe „sehr toll“, aber eben auch „sehr teuer“. Aber die Nachfrage sei ja da für diese teureren Wohnungen – aber eben auch für die anderen.

Bescheide sichern auch andere Hilfe

Seit drei Jahren sitzt sie in diesem Büro, ist inzwischen Abteilungsleiterin. Bei der Stadt gehört sie zu den „alten Hasen“. Seit 1979 ist sie hier in Diensten. Angefangen hat sie 1974 beim Kreis Lüdinghausen, dann wechselte sie nach Hamm, bevor es sie nach Lünen zog.

Die Wohngeldbescheide, die hier im Rathaus ausgestellt werden, haben für Familien noch eine ganz andere Bedeutung: Die sind gleichzeitig eine Berechtigung, um vom Projekt Bildung und Teilhabe des Bundes profitieren zu können. Ursula Heuser schickt den Bescheid direkt an den Kreis Unna. Denn der entscheidet über die Förderung aus dem Bundesprojekt und kann sich so eine eigene Überprüfung sparen. Aus dem Programm bekommen Kinder zum Beispiel Unterstützung, um Tagesausflüge von Schule und Kita mitmachen zu können oder um Musikunterricht zu nehmen oder in einen Sportverein einzutreten.

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