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1. FC Köln mit Wut ins „Finale“ gegen Mainz

Köln. Im Duell zwischen Köln und Mainz empfängt am Samstag der 17. den 16. der Bundesliga-Tabelle. Für beide ist der Druck groß, beide betrachten das Spiel aber auch als große Chance.

1. FC Köln mit Wut ins „Finale“ gegen Mainz

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck will mit seinem gegen Mainz punkten. Foto: Uwe Anspach

Mit Wut im Bauch will der 1. FC Köln nach der 0:6-Blamage von Hoffenheim seine vielleicht letzte Chance auf den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga nutzen.

„Jeder Spieler ist wütend“, berichtete Trainer Stefan Ruthenbeck zwei Tage vor dem „Spiel mit finalem Charakter“ des Vorletzten gegen den Tabellen-16. Mainz 05: „Wir haben uns blamiert in Hoffenheim. Das will man so nicht stehenlassen.“

Im Duell am Samstag (15.30 Uhr) wolle er von seinem Team „ein anderes Gesicht sehen“, erklärte Ruthenbeck - und will es deshalb auch auf einigen Positionen verändern. „Wir brauchen Spieler, die nicht ganz so negativ sind“, erklärte er. Das „wichtigste Spiel der Saison“ sieht Ruthenbeck bei allem Druck aber auch als große Chance an: „So nahe wie jetzt waren wir außer am zweiten Spieltag noch nie dran am Relegationsplatz.“

An das vorige Heimspiel gegen die Mainzer haben die Kölner noch beste Erinnerungen: Durch das 2:0 am 34. Spieltag der Vorsaison machten sie ihr Europacup-Comeback nach 25 Jahren perfekt. Die Spieler wurden nach dem Schlusspfiff von den Fans auf Händen getragen - vielen FC-Fans kommen diese Bilder inzwischen aber vor, als seien sie viele Jahre und nicht nur zehneinhalb Monate her.

In dieser Saison erlebte der FC eine emotionale Achterbahnfahrt sondergleichen. Nach der desaströsen Hinrunde mit nur sechs Punkten herrschte allein im Kalenderjahr 2018 schon mindestens dreimal Untergangsstimmung. Mindestens dreimal dachten Fans und viele Verantwortliche nach Niederlagen oder heftigen emotionalen Nackenschlägen, der Abstieg sei besiegelt. Doch immer wieder stand der FC auf, schöpfte zum Beispiel durch überraschende Siege gegen Leverkusen und in Leipzig neue Hoffnung auf das Wunder, als das Sportchef Armin Veh und Ruthenbeck eine mögliche Rettung seit ihrem Amtsantritt im Dezember bezeichnen.

Würde der Rückstand auf den Relegationsplatz fünf Spiele vor dem Saisonende auf neun Punkte anwachsen, wäre wohl wirklich alle Hoffnung vorbei. Ruthenbeck erinnert seine Spieler aber eher an die Gelegenheit, bis auf drei Punkte an Mainz heranzurücken. „Alles, was mit Negativem zu tun hat, versuchen wir, wegzuhalten und gar nicht zum Thema zu machen“, sagte er: „Wir versuchen, den Spielern Mut zusprechen. Aber auch nicht zu viel, weil es sonst gekünstelt ist.“

Das richtige Maß aus Fokussierung und Lockerheit zu finden, ist auch für die seit vier Spielen torlosen Mainzer nicht ganz leicht. Deshalb hatte Trainer Sandro Schwarz vor dem letzten Spieltag „einen Neustart ausgerufen“. Die letzten sieben Spiele betrachtete er als kleine Endrunde, nach dem 0:0 gegen Mönchengladbach sei die Partie in Köln nun ein „Schwellenspiel“. Vor allem in der Abwehr plagen Schwarz aber große Personalsorgen: „Unter der Woche standen teilweise nur dreizehn Feldspieler auf dem Platz“, berichtete der Coach.

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