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100 Mio. Tonnen Stahl in 41 Jahren

BOCHUM Vor gut 41 Jahren lief im Bochumer Warmbandwerk der erste Stahl durch die Maschinen. Seitdem wurden in der Anlage in Engelsburg/Höntrop täglich 600 Stahrollen, Coils genannt, produziert. Am Donnerstag lief dann die 100.000.000 Tonne gewalzten Stahls vom Band, was etwa 4,5 Millionen Coils entspricht.

von von Johannes Groß

, 11.10.2007
100 Mio. Tonnen Stahl in 41 Jahren

Die 100-millionste Tonne feierten gestern die ThyssenKrupp-Mitarbeiter im Warmwalzwerk

In der gigantischen Produktionshalle der ThyssenKrupp Steel im Westen Bochums sprühen Funken, Maschinen schnaufen und zischen. Hier schlägt das Herz des Warmbandwerks Bochum. Im August 1966 begann hier die Produktion; durch stetige technische Neuerungen konnte man von handgewalztem Stahl auf millimetergenaue, computergesteuerte Produktion umstellen.

Sieben Mal zum Mond

Am Anfang des Herstellungsprozesses stehen die rund 22.000 Kilo schweren Brammen, 26 Zentimeter dicke Stahlplatten. Nach dem Erwärmen bis auf 1270 Grad werden die Brammen bis auf 1,5 Millimeter plattgewalzt, abegkühlt und aufgerollt. Die riesigen Stahlrollen werden dann direkt auf LKW und Güterzüge verladen und abtransportiert. Bochumer Stahl ist weltweit gefragt, etwa im Automobilbau oder bei der Herstellung von Haushaltsgeräten.

716 Menschen sind im Warmbandwerk beschäftigt. Beim Durchlauf der Jubiläumsbramme durch die Walzanlage waren auch Mitarbeiter der ersten Stunde anwesend. Die Gesamtlänge des in den vergangenen vier Jahrzehnten hergestellten Stahls entspricht sieben Mal der Strecke zum Mond oder neun Mal der Fläche der Bundesrepublik.