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100 Spiele, keine Titel: Messi läuft die Zeit davon

Viña del Mar (dpa) Lionel Messi weiß, dass die Uhr tickt. Bei der Copa América macht er jetzt bereits sein 100. Spiel für Argentinien. Und noch immer fehlt ihm ein großer Titel mit der Selección.

100 Spiele, keine Titel: Messi läuft die Zeit davon

100 Spiele ist die Nationalmannschaftskarriere von Lionel Messi alt. Der große Titel fehlt noch. Foto: Juan Carlos Cardenas

Lionel Messi wird den Vergleich mit Diego Maradona wohl niemals vermeiden können. Wie einst Maradona erzielt auch Messi spektakuläre Tore.

In einem Spiel mit dem FC Barcelona hat er 2007 sogar mal die berühmte «Hand Gottes» benutzt, um ein Tor zu erzielen - so wie es Maradona bereits im WM-Viertelfinale 1986 mit Argentinien gegen England irregulär per Hand gemacht hatte. Es ist verblüffend, wie sich die Bewegungen der beiden Ausnahmespieler nicht nur in diesen Szenen ähneln. Dennoch fehlt dem aktuell besten Fußballer des Planeten etwas, um endgültig mit Maradona gleichzuziehen: Ein großer Titel mit der Selección.

In wenigen Tagen wird Messi 28 Jahre alt. Am Samstag bestreitet er in Chile bei der Copa América gegen Jamaika bereits sein 100. Spiel für die argentinische Nationalmannschaft. Natürlich weiß er, dass Maradona auch dank der «Hand Gottes» 1986 in Mexiko den Weltmeistertitel gewann. Bis auf die U20-Weltmeisterschaft 2005 und Olympia-Gold 2008 hat Messi dagegen noch keinen großen Titel mit seinem Land gewonnen. «Ich hoffe, dass nach diesen 100 Spielen auch die Titel dazukommen. Das ist das, was mich freuen würde», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Den letzten großen Triumph hatte Argentinien vor 22 Jahren bei der Copa. Am 4. Juli 1993 war Messi sechs Jahre alt. Was in den Jahren danach begann, war der holprige Start einer einzigartigen Karriere. Bereits mit 13 Jahren wanderten Messi und sein Vater nach Barcelona aus. Wegen einer Wachstumsstörung brauchte Messi spezielle Medikamente. Sein Vater hoffte, das Geld dafür in Spanien zu verdienen.

Der Rest der Geschichte ist bekannt: Der FC Barcelona brauchte relativ lange, um restlos von «La Pulga», dem Floh, überzeugt zu sein. Bis Messis Vater drohte, mit seinem Sohn zu einem anderen Club zu gehen. Barças früherer Sportdirektor sicherte dann mit seiner Unterschrift auf einer Serviette zu, Messi verpflichten zu wollen.

Vier Champions-League-Titel und sieben spanische Meisterschaften hat Messi - unter anderem - mit Barça gewonnen. Nur der große Titel mit der Selección fehlt. Sollte es bei der Copa wieder nicht klappen, wäre die WM 2018 in Russland die nächste Gelegenheit. Da wäre Messi dann 31 Jahre alt. «Wenn wir mit diesem Team nichts gewinnen sollten, werden wir das unser ganzes Leben lang bereuen», sagt sein Kumpel und Teamkollege Sergio Agüero. Messi weiß, dass die Zeit läuft.

Seit seinem Debüt für Argentinien am 17. August 2005 in einem Freundschaftsspiel gegen Ungarn hat er 46 Tore für die Albiceleste erzielt. In den entscheidenden Spielen gelang ihm das nicht. «Das verlorene WM-Finale wird für immer eine Wunde hinterlassen», sagte er in Chile. «Gerade darum ist die Copa sehr wichtig für uns.» Im Viertelfinale ist Argentinien bereits so gut wie sicher, das dürften auch die bereits ausgeschiedenen Jamaikaner nicht mehr verhindern.

Auch ohne Titel sei die 100. Partie für ihn aber «etwas sehr Schönes». Was die Anzahl der Spiele angeht, ist Messi seinem Idol Maradona längst voraus. Der heute 54-Jährige spielte 91 mal für Argentinien. «Aber Messi fehlt etwas, was uns allen noch fehlt», sagt sein Mannschaftskamerad Javier Mascherano. «Etwas Großes mit der Selección zu gewinnen.»

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