Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Ausstellungskonzept steht

100 Tage lang 30 „Skulptur Projekte“ in Münster

MÜNSTER Mit mehr Künstlerinnen und erstmals mit dem Thema Digitalisierung will Kasper König die Ausstellung „Skulptur Projekte“ 2017 in Münster angehen. Der Kurator der mit rund vier Millionen Euro ausgestatteten Schau stellte am Dienstag Konzept und Mitarbeiter vor.

100 Tage lang 30 „Skulptur Projekte“ in Münster

Der Kurator Kasper König steht in Münster zwischen Teilen des Projektes "Geschichtsschreiberin" der französischen Künstlerin Dominique Gonzalez-Förster. Es besteht aus verkleinerten Nachbauten früherer Skulpturen der 30-jährigen Historie der Kunstschau (Foto vom 11.06.2007).

Die Ausstellung „Skulptur Projekte“ zeigt alle zehn Jahre moderne Kunst im Öffentlichen Raum. Sie gilt weltweit als die bedeutendste Skulpturen-Ausstellung. Angefragt sind zwei Jahre vor dem nächsten Start unter anderen die Rumänin Alexandra Pirici und der französische Tänzer Xavier Le Roy sowie die türkische Bildhauerin Ayse Erkmen, Konzeptkünstler Aram Bartholl und Andreas Bunte (beide Berlin). König kündigte an, dass jeweils mindestens ein Künstler der bisherigen Veranstaltungen der Jahre 1977, 1987, 1997 und 2007 auch 2017 dabei sein soll.

Kostenlose Veranstaltung 

In zwei Jahren sollen dann 100 Tage lang vom 10. Juni bis 1. Oktober rund 30 Projekte gezeigt werden, für die Öffentlichkeit frei und kostenlos zugänglich im öffentlichen Raum. König erinnerte bei der Vorstellung des Programms an Streitereien aus den vergangenen Jahrzehnten. So lief das Bürgertum der Stadt Sturm, als ein Künstler aus Italien sein Werk in Münster zeigen sollte. Das Problem: Er war Katholik und Kommunist. Für das schwarze Münster eine ungeheuerliche Provokation.

"Münster ist heute eine offene Stadt"

„Moderne Kunst im öffentlichen Raum war ein Skandal, die Stadtgesellschaft musste sich wandeln. Die Gemütlichkeit in Münster wurde damals gesprengt“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) am Dienstag im Rückblick. Heute sei Münster eine offene Stadt. Und weltweit, so Lewe, würde Münster mit zwei Dingen verbunden: dem Westfälischen Frieden und der Skulpturen-Ausstellung.

Mit dem Start von Facebook und Twitter in den Jahren 2004 und 2006 und der NSA-Affäre sehen die Ausstellungsmacher das Thema Digitalisierung als alles beherrschendes Thema. Es gebe keine Grenzen mehr zwischen der analogen und digitalen Welt. König sieht eine dramatische Verschiebung von Öffentlichkeit und Privatsphäre. Das will er zu einem Kernthema 2017 machen.

Mehr als eine halbe Million Besucher im Jahr 2007  

König stellte für sein Team die Hamburger Ausstellungsmacherin Britta Peters und Marianne Wagner vor. Wagner arbeitete zuletzt am Aargauer Kunsthaus in der Schweiz und wechselte im Juni als Kuratorin für Gegenwartskunst an das Museum für Kunst Kultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster. Der LWL ist neben der Stadt Münster der Träger der „Skulptur Projekte“.

2007 hatten mehr als eine halbe Million Menschen die Schau in Münster besucht.

von dpa

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Rockerclub verboten

Razzia bei den Hells-Angels: Keine Festnahmen

DÜSSELDORF Das NRW-Innenministerium hat am Mittwochmorgen das Hells Angels Chapter in Erkrath sowie deren Unterstützerorganisation Clan 81 Germany verboten. Bei mehreren Razzien in 16 Städten in NRW beschlagnahmten Polizisten daraufhin Motorräder, Waffen und Bargeld.mehr...

Prozess in Essen

Hilflosen Mann ignoriert: Geldstrafe für Angeklagte

ESSEN Ein Fall, der sprachlos machte: Vor knapp einem Jahr lag ein hilfloser Mann im Vorraum einer Essener Bankfiliale. Kunden ignorierten ihn, er starb später. Am Montag stehen drei Bankkunden vor Gericht – und behaupteten, sie hätten ihn für einen schlafenden Obdachlosen gehalten. Doch der Richter war anderer Meinung.mehr...

Positive Saisonbilanz

7700 Gäste gingen in Essen in der Ruhr baden

Essen Die erste offizielle Badestelle an der Ruhr nach 46 Jahren Badeverbot zählte in der ersten Saison fast 8000 Gäste. Die Stadt Essen ist begeistert. Der Ruhrverband freut sich über die gute Wasserqualität. An 47 Tagen war das Baden erlaubt. Wäre es nur um die Wasserqualität gegangen, hätten es doppelt so viele sein können.mehr...

Reaktionen auf Todesfall

Heiner Geißler ist tot - Politiker würdigen Leistungen

Berlin Der frühere Bundesminister und CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist nach Angaben seines Sohnes Dominik tot. Geißler starb im Alter von 87 Jahren – im Kreis seiner Familie, wie es heißt. Mehrere Politiker reagierten auf die Todesnachricht bestürzt, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.mehr...

Selbstverpflichtung

Bahn-Konzerne wollen enger zusammenarbeiten

DÜSSELDORF Um den Millionen täglichen Zug-Pendlern die Reise zu erleichtern, wollen sieben Bahn-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen in Zukunft näher aneinanderrücken. Unter anderem sollen die Fahrgäste endlich besser informiert werden - etwa bei Verspätungen, Störungen und Baustellen.mehr...

Nachfolger bestätigt

Lindner gibt FDP-Vorsitz im NRW-Fraktion ab

DÜSSELDORF Christian Lindner hat seinen Vorsitz in der Landtagsfraktion der FDP abgegeben. Auch sein Landtagsmandat legte er nieder. Für Lindner rückt nun der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer Christof Rasche an die Spitze der Landtags-Fraktion.mehr...