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104 Verletzte bei Gas-Unfall in Mönchengladbach

Mönchengladbach (dpa) Nach dem schweren Gas-Unfall in einer Lackfabrik in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) hat sich die Zahl der Verletzten auf 104 erhöht. 16 von ihnen kamen ins Krankenhaus.

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Notfallseelsorger und Notärzte stehen an einem Sammelpunkt.

Ein Hubschrauber soll die Kohlendioxidwolke über der Fabrik zerstreuen, die nach einem Brand wegen eines Defekts in der Löschanlage ausgetreten war.

Am Nachmittag wollten die rund 300 Rettungskräfte mit Gebläsen von Haus zu Haus gehen, um auch dort die Reste des Gases zu verwirbeln.

Anwohner des Mönchengladbacher Stadtteils Güdderath sitzen mit grünen Patientenschildern in einem Behelfshospital.

Rettungswagen stehen nach einem Brand in einer Lackfirma in Mönchengladbach.

Brand in einer Lackfabrik: Einsatzkräfte stehen im Mönchengladbacher Stadtteil Güdderath an einem Sammelpunkt. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt.

«Es kommen immer mehr mit Schwindel und Übelkeit aus den angrenzenden Häusern», sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Hubschrauber zerstreute unterdessen zunehmend die Kohlendioxidwolke über der Fabrik, die nach einem Brand wegen eines Defekts in der Löschanlage ausgetreten war. Am Nachmittag wollten die rund 300 Rettungskräfte mit Gebläsen von Haus zu Haus gehen, um auch dort die Reste des Gases zu verwirbeln.

Die Polizei sperrte den Bereich rund um die in einem Gewerbegebiet gelegene Fabrik im Umkreis von etwa einem Kilometer ab. Die Anwohner eines angrenzenden Wohngebiets wurden aufgefordert, die Fenster zu schließen und höhere Stockwerke aufzusuchen, da das Gas am Boden bleibt. Kohlendioxid ist zwar nicht giftig, verdrängt aber den Sauerstoff, erläuterte der Mönchengladbacher Feuerwehrchef Jörg Lampe dem Audio-Dienst der dpa. Dadurch könnten Menschen ersticken.

Das Leck in der Löschanlage wurde bis zum Mittag geschlossen. «Das Problem ist aber, dass es hier völlig windstill ist. Die CO-2-Säule steht wie ein Schornstein in der Luft», sagte ein Feuerwehrmann. Deshalb setzten die Rettungskräfte einen Hubschrauber ein, der über der Unfallstelle kreiste, um mit dem Wind der Rotoren das Kohlendioxid zu zerstreuen. Die Rettungskräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen mussten bei ihren Einsätzen schweren Atemschutz tragen.

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