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12 900 Menschen in NRW leben mit HIV-Infektion

DÜSSELDORF Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat zum Kampf gegen HIV-Infektionen aufgerufen. „Es gibt keinen Grund zur Entwarnung, denn Aids ist noch immer nicht heilbar. Die Erfolge in der Behandlung dürfen niemanden dazu verleiten, die Risiken zu verharmlosen und den Schutz vor einer Ansteckung zu vernachlässigen“, sagte Laumann in Düsseldorf mit Blick auf den Welt-Aids-Tag am Samstag (1. Dezember).

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AIDS wird zunehmend wieder zum Thema, da es für viele Menschen kein Thema mehr zu sein scheint.

Neue Zahlen deuteten „auf einen zunehmenden Leichtsinn hin“, warnte Laumann. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts habe in diesem Jahr die Zahl der Neuinfektionen mit HIV in Nordrhein-Westfalen dem Bundestrend entsprechend um fünf Prozent zugenommen, berichtete Laumann. Die neuen Infektionen seien überwiegend bei homosexuellen Männern festgestellt worden. Nahezu 70 Prozent aller HIV-Infektionen und Aids-Krankheitsfälle entfielen auf diese Personengruppe.

Anstieg anderer Krankheiten

Auch bei anderen sexuell übertragbaren Krankheiten sei ein Anstieg zu verzeichnen. Dies zeige deutlich, dass nicht immer Kondome benutzt werden, sagte Laumann. Deshalb müsse die Prävention und Aufklärung über die Krankheit auch in NRW verstärkt werden. Nach Mitteilung des Robert-Koch-Instituts leben in Nordrhein-Westfalen derzeit etwa 12 900 Menschen mit einer HIV-Infektion, darunter sind etwa 10 600 Männer, 2300 Frauen und 80 Kinder. Jährlich kommen rund 720 Neuinfektionen dazu. Bei ungefähr 1900 Menschen ist die Krankheit voll ausgebrochen. Im laufenden wie auch im kommenden Haushaltsjahr setzt das Land den Angaben zufolge für Maßnahmen zur Prävention und Aids-Hilfe rund 3,4 Millionen Euro ein.

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