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Auch BVB-Videos

13-Jähriger interviewt Fußballgrößen auf Youtube

Bad Iburg Linus führt für seinen Youtube-Kanal Interviews mit Ex-Fußball-Profis wie David Odonkor, kommentiert aktuelle Sport-Nachrichten und zeigt eigene Fußball-Tricks. Dabei ist er erst 13 Jahre alt. Dem Jungen aus Bad Iburg folgen inzwischen 4800 Nutzer. Immer wieder sind bekannte Fußball-Größen zu Gast oder schicken Videos ein. Auch über den BVB dreht Linus Videos. Zuletzt sogar auf Englisch.

13-Jähriger interviewt Fußballgrößen auf Youtube

Bekommt man als Mitarbeiter im Fußballmuseum Rabatte im Fanshop? Hat man als Sportjournalist am Wochenende überhaupt frei? Und wenn man als Fußball-Profi verletzt ist, spielt man dann in seiner Freizeit umso öfter Fifa auf der Playstation? Solche Fragen traut sich nicht jeder zu stellen. Der 13-jährige Linus aus Bad Iburg tut in seinen Youtube-Videos genau das.

Diese kindliche Unbeschwertheit kommt gut an. 4800 Nutzer folgen dem 13-Jährigen inzwischen. Auch große Firmen wie Puma und Sixtus sind auf den Youtuber aufmerksam geworden und wollen ihre Produkte in seinen Videos platzieren.

Interviewanfragen und Pressetermine wie ein echter Profi

Angefangen hat alles vor fünf Jahren. Linus war damals 7 Jahre alt. Sein Vater hatte bereits einen Youtube-Kanal und Linus wollte unbedingt mitmachen. „Ich habe dann ein paar kurze Videos gemacht. Ich weiß gar nicht mehr genau, was ich da gemacht habe. Ich glaube, ich habe gesungen“, sagt Linus.

Schnell reichte ihm das nicht mehr, er wollte einen eigenen Kanal. Als LiHa2004 dreht er seitdem jede Woche drei bis vier Videos rund ums Thema Fußball.

Wie ein echter Profi stellt Linus Anfragen an Pressestellen und Managements und versucht Interviews zu bekommen. Manchmal trifft er sich mit den Leuten, manchmal schickt er seine Fragen per Mail und bekommt ein Video als Antwort zurück.

So hat Linus kurz vorm Revierderby BVB gegen Schalke sogar den Gründer des BVB-Fanclubs in London interviewt - auf Englisch. „Das war mein erstes Video auf Englisch. Ich habe schon im Kindergarten angefangen, Englisch zu lernen, aber ich war trotzdem nervös“, sagt Linus.

Benjamin McFadyean vom BVB-Fanclub in London erzählt in dem Video, warum er als Brite einen deutschen Fußballclub so cool findet und wieso ein schwarz-gelbes Taxi im letzten Jahr durch London gefahren ist. Das Taxi hat der Fanclub über Crowdfunding finanziert und selber schwarz-gelb gestaltet.

Zum Derby BVB gegen Schalke im vergangenen Jahr hat der Fanclub das Auto sogar mit nach Dortmund gebracht.

Seine Antworten hat Benjamin McFadyean an seinem Arbeitsplatz in London aufgenommen und an Linus geschickt. Aus den Antworten und seinen Fragen hat der Schüler dann das Video zusammengeschnitten. „Das Schneiden habe ich mir selber beigebracht. Ich habe mir einfach Videos im Internet angeschaut“, sagt Linus.

DORTMUND „Real Love“ statt „Echte Liebe“: Hunderte britische Fans kommen zu jedem Heimspiel des BVB. Ein paar Mal pro Saison fliegt auch der Schotte Andy King, Gründer des Fanclubs „Edinburgh Borussen“, ein. Er liebt Borussia Dortmund – zudem macht der Fußball daheim keinen Spaß mehr.mehr...

Wenn er unterwegs ist, hält sein Vater die Kamera. Linus war zum Beispiel schon im Fußballmuseum in Dortmund, hat David Odonkor getroffen und zeigt auch eigene Fußballtricks. Nach interessanten Spielen gibt er das Spiel wieder, bewertete einige Situationen und fragt die Nutzer nach ihrer Meinung zum Spiel.

Auch der BVB kommt in diesen Videos immer wieder vor. Fans von den Borussen ist Linus aber eigentlich nicht. Er steht mehr auf den FC Bayern München und den Vfl Osnabrück. In einem seiner Videos verrät er sogar: Wenn er sich zwischen Schalke und Dortmund entscheiden müsste, würde er Schalke nehmen.

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