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Vor Dänemark-Spiel

13.000 deutsche Fans in Lwiw

LWIW Schon am Vormittag brennt im Zentrum von Lwiw die Sonne unbarmherzig auf die Köpfe der deutschen Fans. Rund 13.000 sind zum letzten EM-Vorrundenspiel gegen Dänemark angereist.

13.000 deutsche Fans in Lwiw

Deutsche Fans freuen sich auf das Spiel in Lwiw. Foto: Antonio Bat

Im Herzen der westukrainischen Stadt stimmen sich die Fußballanhänger mit schwarz-rot-goldenen Kostümen, schrillen Gesängen und reichlich günstigem Bier auf das Gruppenfinale ein. Einen halben Liter gibt es in Lwiw schon für umgerechnet knapp einen Euro.

Die «Deutschland, Deutschland»-Rufe übertönen selbst das Glockengeläut einer kirchlichen Prozession bei weitem. Direkt am riesigen Rathaus auf dem zentralen Ploshcha Rynok hat sich auch Michael Gabriel mit seinem 12-köpfigen Team aus Fanbotschaftern einen Platz gesichert. Neben einem grünen Kleintransporter voll mit Infomaterialien, zwei Klebebandrollen und einem Plüschschwein sind zwei Plastikstühle und ein Plastiktisch aus irgendeinem Baumarkt aufgebaut - davor tummeln sich Dutzende Fans.Mehr Fans als noch gegen Portugal

Es gibt viele Fragen - nach Unterkünften, Reisemöglichkeiten, kulturellem Programm, selbst nach Tickets, obwohl es nur noch wenige Stunden sind bis zum Spiel. Ein umfangreiches Serviceangebot für den Anhang der Löw-Truppe. «Es sind sogar noch mal mehr Deutsche da als zum ersten Spiel in Lwiw gegen Portugal», sagt Gabriel, der Chef der deutschen Fanbotschafter. Er arbeitet für die Koordinierungsstelle Fanprojekte (KOS), genau wie all seine Kollegen, die eigentlich Sozialarbeiter oder Journalisten sind.

Ihre Reise wird dort enden, wo auch das Turnier für die deutsche Nationalelf vorbei ist. Gabriels Team ist immer schon Tage vorher dort, wo später auch Bastian Schweinsteiger & Co. auflaufen. «Mobile Fanbotschaft» steht schon auf dem grünen Van, den Gabriel für den Trip nach Polen und die Ukraine angemietet hat. Seit 1992 ist der Frankfurter bei jedem großen Turnier der deutschen Mannschaft gewesen - die Kulturstadt in der Westukraine hat es ihm besonders angetan.Mit Eintracht-Mütze, lässiger kurzer Hose, Schlappen und dicker Sonnenbrille urteilt er: «Lwiw hat sich hervorragend auf die vielen Fans vorbereitet. Uns wird die Arbeit von den Organisatoren hier wahnsinnig erleichtert.»

Neben dem Van, den Plastikstühlen und dem Tisch ist auf zwei Papptafeln mit einem Kugelschreiber eine Mitfahrzentrale aus dem Boden gestampft worden: Pedro sucht noch Begleiter in seinem Auto für die Strecke Lwiw-Chemnitz, derweil fahnden «zwei weibliche Personen» nach einem Mitfahrer für den Rückweg nach München.

Vorher aber wartet das letzte EM-Gruppenspiel, ein entscheidendes gegen Dänemark. Während sich Gabriel um die zahlreichen Ratsuchenden kümmert, grölen ein paar unentwegte Fans die deutsche Nationalhymne - jedenfalls so gut, wie sie dazu in ihrem Zustand noch imstande sind. Denn schon zur Mittagszeit ist das Bier in Strömen geflossen.

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