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Bochumer Landgericht

15-Jähriger bereut Steinwurf von Autobahnbrücke

BOCHUM Mit einem Steinwurf von einer Autobahnbrücke hat ein Jugendlicher vor eineinhalb Jahren für Schlagzeilen gesorgt, nun hat der 15-Jährige vor dem Bochumer Landgericht seine Tat bereut. „Er hat nicht nachgedacht“, sagte der Anwalt des damals erst 14-Jährigen am Rande des nicht-öffentlichen Prozesses am Freitag.

 Sein Mandant habe niemanden umbringen wollen. Tatsächlich ist der Jugendliche wegen eines Mordversuchs angeklagt. „Er wird sich bei dem Lkw-Fahrer entschuldigen“, versicherte sein Anwalt.

Der Angeklagte soll Mitte Juni 2015 einen Stein von einer Autobahnbrücke bei Herne geworfen und damit die Windschutzscheibe eines Tanklastzugs getroffen haben. Der Fahrer wurde zum Glück nicht verletzt. Der Jugendliche war kurz nach der Tat gefasst worden. Das Bochumer Landgericht hat für den Prozess noch zwei Verhandlungstage bis zum 27. Oktober vorgesehen.

Der Fall weckt Erinnerungen an einen tödlichen Betonklotzwurf auf eine Frau aus Recklinghausen Mitte August. Damals hatten Unbekannte mehrere schwere Betonklötze von einer Autobahnbrücke in der Nähe der dänischen Stadt Odense geschleudert. Ein 30 Kilo schwerer Stein traf das Auto einer Familie aus dem Ruhrgebiet, die gerade auf dem Rückweg aus dem Schweden-Urlaub war. Eine 33-Jährige starb sofort, ihr 36 Jahre alter Ehemann wurde schwer verletzt. 

von dpa

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