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16 New York Marathon-Finisher

WISCHLINGEN 16 Läufer aus Wischlingen dürfen sich New York Marathon-"Finisher" nennen. Andrea Sprenger-Mücke fehlen die Worte, wenn sie an ihre Teilnahme denkt. Nicht, weil sie noch außer Atem ist, sondern weil es so gigantisch war.

von Von Arndt Brede

, 21.12.2007

Zusammen mit 15 weiteren Hobbyläufern des Lauftreffs Wischlingen, darunter auch ihr Ehemann Reinhard, hatte sich die 40-Jährige intensiv auf den Marathon vorbereitet. Und es habe sich gelohnt: "Ich wollte meinen Mann gesund und heil durch seinen ersten Marathon bringen, und das ist gelungen." 4 Stunden 20 Minuten war die Zeit, nach der das Ehepaar Hand in Hand über die Ziellinie lief. Doch die gute Zeit allein ist es nicht, die Andrea Sprenger-Mücke noch heute schwärmen lässt: "Man muss einfach diese Kulisse genießen. Es ist der Traum eines jeden Läufers. Niemand nimmt an diesem Marathon teil, um eine Bestzeit zu laufen."

Dabei sein ist also alles. Die nächsten Worte von Andrea Sprenger-Mücke bestätigen diese Theorie: "Wildfremde Menschen haben uns gratuliert, das würde in Deutschland nie vorkommen", sagt sie. "Die Amerikaner erkennen die Leistung, Finisher zu sein, an." Irgendwie sei die Atmosphäre beim New York Marathon wie in einer großen Familie.

Wobei sich die einzelnen "Familienmitglieder" - jedenfalls die Aktiven - während des Laufes nicht unbedingt zu sehen bekommen. "Weil wir im Block gestartet sind, habe ich die anderen Läufer vom Lauftreff nicht mehr gesehen, erst im Ziel wieder", erklärt Andrea Sprenger-Mücke. Der New York Marathon sei einfach zu riesig, um verfolgen zu können, was die Mitstreiter machen.

Auch Lauftreff-Leiter Jörg-Peter Teuber, für den es bereits der dritte New York Marathon war, teilt die Gefühle seiner Mitläuferin: "26,2 Meilen Begeisterung und Emotion", lautet sein Urteil über die Massenveranstaltung. "Alle unsere Läufer haben das Ziel locker und gesund erreicht", freut er sich zusätzlich. Sein Dank gelte auch den mitgereisten Betreuern, die an mehreren Streckenabschnitten gestanden und mitgefiebert hätten. Sie trugen dazu bei, dass letztendlich doch drei Bestzeiten heraus gesprungen sind. Neben Reinhard Mücke können Anette Meyer und Ute Hoffmann besonders stolz auf sich sein. "Obwohl an optimale Vorbereitung gar nicht zu denken war", wie sich Norbert Kerstiens erinnert.

Denn New York wolle entdeckt werden. So machten sich die "Wischlinger" auf zu einer Shopping-Tour, ließen auch Sehenswürdigkeiten wie die Freiheitsstatue oder auch Museen nicht links liegen. Was zur Folge hatte, dass Norbert Kerstiens schmunzelnd sagt: "Also kann man mit gutem Gewissen behaupten, dass unsere Nichtläufer mit Sicherheit auch ihre Marathondistanz in New York zurück gelegt haben."

 

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