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16 Stunden Busfahrt zum Prozess

WITTEN Um seine Unschuld erneut zu beteuern, nahm ein Litauer eine 16-stündige Busfahrt in Kauf.

19.10.2007

 „Was machen Sie denn hier?“ fragte Richter Thomas Richter den Angeklagten. Der antwortete: „Ich habe doch eine Ladung bekommen.“

Und dann habe er sich  um 19 Uhr in den Bus gesetzt und sei nach Bochum gefahren. 16 Stunden war der 30-jährige unterwegs. Denn er stieg in seiner Heimatstadt Kaunas in Lauten in den Bus.

Dem Mann wurde vorgeworfen, im Frühjahr mit zwei weiteren Litauern in Witten Navigationsgeräte, CD- und DVD-Player aus zwei PKW gestohlen zu haben. Der 30-Jährige bestreitet die Tat. Richter wollte die Sache über schriftliche Strafbefehle erledigen, doch bis zum Angeklagten sprach sich das offensichtlich nicht herum.

Dafür bekam der pflichtbewusste Mann ein Lob von Richter. Das Verfahren wurde eingestellt.