Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

1800 Unterschriften für die Marienkirche

MITTE Der Förderverein "Pro Marienkirche" dringt jetzt mit einer Eingabe nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung auf die Anerkennung als Denkmal der seit Jahren nicht mehr genutzten Marienkirche an der Viktoriastraße. Heute geht ein Beschwerdeschreiben an den Rat der Stadt, in dem die sofortige Unterschutzstellung gefordert wird.

von Joachim Stöwer

, 12.08.2008
1800 Unterschriften für die Marienkirche

<p>Ein Blick ins Innere der Kirche ist den Bürgern seit Jahren verwehrt. (Archiv) Grosler</p>

Andernfalls soll die Bürgervertretung begründen, warum die Marienkirche kein Denkmal sein soll - entgegen der Auffassung des Landesdenkmalamtes in Münster, das schon 1986 einer Unterschutzstellung der Kirche zugestimmt hatte.

In der Stellungnahme hieß es dort seinerzeit über den zwischen 1868 und 1872 errichteten Sakralbau: "interessantes Beispiel aus der frühen Phase des doktrinären Historismus; denkmalwert sind nur das Äußere und der Turm."

Der Verein hat inzwischen weit über 1800 Unterschriften bei Bochumer Bürgern für die Eintragung in die Denkmalliste gesammelt. Prominentester Unterzeichner ist Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert.

Inzwischen ist durch in Aussicht gestellte Förderzusagen des Landes im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 der Erhalt der Kirche wieder näher gerückt. Die Sanierung soll rund 10 bis 12 Mio. Euro kosten; 20 Prozent davon müsste die Stadt aufbringen (wir berichteten). Über das Projekt muss ebenfalls der Rat entscheiden