Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

19 Menschen sterben bei Hubschrauberunglück in Russland

Jekaterinburg (dpa) Ein Flug mit einem Hubschrauber wird für mehrere Mitarbeiter einer Ölfirma im hohen Norden Russlands zum Verhängnis. Fast alle der 22 Menschen an Bord kommen ums Leben. In schwierigem Gelände dauert die Suche nach der Absturzstelle Stunden.

/
Bruchlandung eines Transporthubschraubers im Norden Russlands. Foto: Russian Emergency Ministry Press

Im Norden Russland ist ein Hubschrauber vom Typ Mi-8 - wie der im Bild - abgestürzt. Dabei kamen mindestens 19 Menschen ums Leben. Foto: epa anp Keeris/Symbolbild

Bei einem Hubschrauberabsturz im Norden Russlands sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Drei Verletzte seien geborgen und mit teils schweren Knochenbrüchen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Zivilschutz im autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen mit.

Ihre Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich, hieß es. An Bord des Hubschraubers vom Typ Mi-8 waren Arbeiter eines Subunternehmers des staatlichen Ölförderers Rosneft, wie der Konzern bestätigte. In der Gegend gibt es wichtige Ölfelder.

Die Suche nach dem Helikopter gestaltete sich wegen dichten Nebels in unzugänglichem Gelände zunächst schwierig. Der Agentur Tass zufolge dauerte es gut acht Stunden, bis die ersten Helfer die Absturzstelle in der Nähe der Ortschaft Urengoi erreichten. Auch Motorschlitten waren im Einsatz. "Dort ist undurchdringliche Tundra, die von Bächen und Flüssen durchzogen wird", sagte ein Helfer. Einen Teil des Weges mussten sie sich daher zu Fuß und mit Taschenlampen den Weg bahnen. 

Mit einem Mobiltelefon konnte schließlich einer der Verletzten aus dem Wrack heraus Kontakt zu den Rettungskräften aufnehmen und sie zur Unfallstelle lotsen. Der Helikopter hatte sich beim Absturz auf die Seite gelegt, war aber einem Foto auf der Webseite des Zivilschutzes zufolge nicht zerbrochen. Insgesamt waren rund 170 Helfer im Einsatz.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Ermittler vermuteten schlechtes Wetter als einen möglichen Grund, schlossen aber auch technisches Versagen oder einen Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften nicht aus. Die Lizenz des Hubschraubers war Berichten zufolge noch bis 2017 gültig. Die Maschine war demnach sei 1984 im Einsatz.

Bruchlandungen von Hubschraubern mit mehreren Toten sind keine Seltenheit in Russland. Der Agentur Tass zufolge sind seit Anfang 2015 sechs Helikopter des Typs Mi-8 abgestürzt. Dabei sind insgesamt mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen.

Mitteilung Zivilschutz

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Vermischtes

Tote Teenager in Gartenlaube: Vater äußert sich umfassend

Würzburg (dpa) "Nach wie vor bin ich fassungslos wie und warum das passieren konnte", sagt der angeklagte Besitzer eines Gartenhäuschens. Sechs Teenager starben in seiner Laube - jetzt geht es vor Gericht um die Schuld des Mannes.mehr...

Shuttle umgekippt

Ein Tote bei schwerem Busunfall im Münsterland

Tecklenburg Bei einem Busunfall im münsterländischen Tecklenburg ist am Sonntag eine Frau (61) aus Osnabrück ums Leben gekommen. Der voll besetzte Shuttle-Bus war aus noch ungeklärter Ursache auf einer Landstraße von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gekippt. Es gibt viele Verletzte.mehr...

Vermischtes

Sterbenden Rentner in Bank ignoriert: Prozess startet

Essen (dpa) Sprachlos machte der Fall, fassungslos das Verhalten: Vor knapp einem Jahr liegt ein hilfloser Mann im Vorraum einer Essener Bankfiliale. Vier Kunden ignorieren ihn, er stirbt später. Jetzt stehen drei Bankkunden vor Gericht.mehr...

Vermischtes

Busunfälle vom Wochenende: Waren Medikamente im Spiel?

Tecklenburg/Wittstock (dpa) In Nordrhein-Westfalen kippt ein Shuttlebus bei einem Kirchenfest um. Eine Frau stirbt, 21 Menschen werden verletzt. Wenig später rammt ein Fernbus in Brandenburg zwei Autos auf der Autobahn. Auch hier gibt es Verletzte. Wie konnte es zu den Unfällen kommen?mehr...

Prozess in Essen

Hilflosen Mann ignoriert: Geldstrafe für Angeklagte

ESSEN Ein Fall, der sprachlos machte: Vor knapp einem Jahr lag ein hilfloser Mann im Vorraum einer Essener Bankfiliale. Kunden ignorierten ihn, er starb später. Am Montag stehen drei Bankkunden vor Gericht – und behaupteten, sie hätten ihn für einen schlafenden Obdachlosen gehalten. Doch der Richter war anderer Meinung.mehr...

Vermischtes

Sterbenden Rentner ignoriert: Geldstrafen für Angeklagte

Essen (dpa) Ein hilfloser Rentner liegt vor einem Geldautomaten in einer Essener Bank. Kunden ignorieren ihn, er stirbt später. Nun müssen drei Angeklagte eine Geldstrafe wegen unterlassener Hilfeleistung zahlen. Der Richter wirft ihnen Gleichgültigkeit vor.mehr...