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20.000-Euro-Rechnung für Irrfahrt in U-Bahn-Station

Betrunkener Autofahrer

Seine Irrfahrt in die U-Bahn-Station "Barop Parkhaus" kommt einen Autofahrer aus Fröndenberg teuer zu stehen: Rund 20.000 Euro will Stadtbahn-Betreiber DSW21 von dem Fröndenberger, der Ende Februar betrunken mit seinem Wagen 800 Meter über die Gleise gefahren war.

BAROP

, 04.05.2015
20.000-Euro-Rechnung für Irrfahrt in U-Bahn-Station

Ein Fahrzeug der Linie U42 musste warten, bis der Wagen geborgen wurde.

Es war die vielleicht teuerste Schwarzfahrt Dortmunds: Heruntergerechnet 25 Euro pro Meter kostet den 31 Jahre alten Fröndenberger sein unfreiwilliger Ausflug auf die Gleise der Stadtbahn-Linie U42. Der stark betrunkene Mann war am 28. Februar gegen 5 Uhr morgens auf der Deutsch-Luxemburger-Straße aus Versehen auf die Gleise der Stadtbahn geraten und 800 Meter bis zur Station "Barop Parkhaus" gefahren.

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Auto fährt in U-Bahn-Schacht

In den U-Bahn-Schacht der Linie U42 ist ein Mann am Samstagmorgen mit seinem Auto gefahren. Die Bergung dauerte fünf Stunden.
28.02.2015
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Eine Leserin, die auf die U42 wartete, machte dieses Foto von dem verirrten Auto.© Jessica Guntermann
Ein kurioser Anblick - festgehalten von einer Leserin.© Jessica Guntermann
Als es dunkel wurde, hielt der Autofahrer an. Außer an der Station fährt die U42 nämlich oberirdisch.© Rene Werner
Das Auto des Fröndenbergers wurde bei der Irrfahrt beschädigt.© Rene Werner
Ein Fahrzeug der Linie U42 musste warten, bis der Wagen geborgen wurde.© Julia Roosen
Dieser Anblick bot sich den Bergungsarbeitern.© Rene Werner
Dieser Anblick bot sich den Bergungsarbeitern.© Rene Werner
Eines der Bergungsfahrzeuge.© Rene Werner
So sieht die Durchfahrt an der Stadtbahnhaltestelle aus.© Rene Werner
So sieht die Durchfahrt an der Stadtbahnhaltestelle aus.© Rene Werner
Das Auto des Fröndenbergers wurde bei der Irrfahrt beschädigt.© Rene Werner
Das Auto des Fröndenbergers wurde bei der Irrfahrt beschädigt.© Rene Werner
Schlagworte Barop

Für diesen Ausflug hat DSW21 ihm nun 20.000 Euro in Rechnung gestellt. Es habe zwar nur kleinere Schäden an der Gleisanlage gegeben, so DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth. Die Bergung sei jedoch sehr aufwendig gewesen, dazu kämen die Arbeitsstunden der zahlreichen Helfer, die mitten in der Nacht aus der Bereitschaft geholt werden mussten. Außerdem war die wichtige Stadtbahn-Strecke für 5 Stunden gesperrt gewesen.

Keine Strafanzeige

Auf eine Strafanzeige gegen den Fröndenberger hat DSW21 verzichtet. "Es kam ja glücklicherweise niemand zu Schaden", so Heydenbluth. "Den Schaden möchten wir aber natürlich ersetzt haben." Die Staatsanwaltschaft ermittelt unabhängig davon wegen "Gefährdung des Bahnverkehrs".

Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen am betroffenen U-Bahn-Eingang in Barop wurden nicht getroffen. DSW21 sieht dafür keine Notwendigkeit. "Gerade an dieser Stelle, wo die Stadtbahnschienen von der Straße abgehen, kann man ja schlecht einen Zaun oder ähnliches aufstellen", sagte DSW21-Sprecher Wolfgang Herbrand wenige Tage nach dem Vorfall.

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