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2:2 in Bochum: «Wölfe» holen wieder Rückstand auf

Bochum (dpa) Der VfL Wolfsburg kommt trotz hoher Millionen-Investitionen nur langsam in Fahrt. Beim VfL Bochum brauchte der UEFA-Cup-Teilnehmer einmal mehr 45 Minuten Anlaufzeit und die Hilfe von «Schnäppchen» Mahir Saglik, der für 150 000 Euro aus der Amateurliga geholt wurde.

2:2 in Bochum: «Wölfe» holen wieder Rückstand auf

Die Wolfsburger Spieler feiern den Ausgleich in Bochum.

«Wir waren wieder in der ersten Hälfte zu harmlos, zu passiv und haben den Kampf nicht angenommen. Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich weiß nur, dass ist so nicht gewollt», ärgerte sich Wolfsburgs Trainer Felix Magath nach dem 2:2 (0:1). Das einzig Positive für den Coach: Wie schon in der Vorwoche beim 2:1-Sieg gegen den 1. FC Köln holte sein Team auch in Bochum nach schwachem Beginn einen Rückstand auf und bleibt nach zwei Spieltagen in der Fußball-Bundesliga weiter unbezwungen.

Erst die Hereinnahme von Saglik, der für den im Mittelfeld schwach spielenden italienischen Weltmeister Cristian Zaccardo kam, sorgte wie schon beim Ligastart gegen Köln für Belebung. Der 25-Jährige, im Vorjahr mit 27 Toren in 34 Spielen für den Wuppertaler SV in der Regionalliga erfolgreich, setzte die Akzente und erzielte auf Vorlage des Ex-Bochumers Zvjezdan Misimovic mit seinem ersten Bundesligator (69.) den 2:2-Endstand. Ricardo Costa hatte das 1:2 (51.) erzielt.

«Dieses Tor ist wie ein Geschenk, das widme ich meinen Eltern», sagte der in Deutschland geborene Türke, der schon beim Wolfsburger 3:0-Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals zwei Tore erzielt hatte. «Er ist dreimal eingewechselt worden und hat dreimal gezeigt, dass er was kann», lobte Misimovic. 25,5 Millionen Euro hat Wolfsburg im Sommer für neue Spieler ausgegeben - «Billig- «Stürmer» Saglik war für nur 150 000 Euro zu haben. Das Geld scheint gut angelegt für einen Spieler, über den Magath einst sagte: «Er ist ein Typ wie Gerd Müller.»

«Wir sind mal wieder mit einem blauen Auge davon gekommen, das darf aber nicht zum Dauerzustand werden», kritisierte Misimovic. Auch Abwehrspieler Sascha Riether räumte ein: «Erst in der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie wir es gewohnt sind.» Als Wolfsburg dann endlich seinen Rhythmus gefunden hatte, führte Bochum durch die Tore von Stanislav Sestak (12.) und Christoph Dabrowski (50.) schon 2:0.

Insbesondere Rückkehrer Paul Freier sorgte in der Elf von Trainer Marcel Koller, die im ersten Durchgang das Spiel diktierte, für viel frischen Wind. Nach seinem vierjährigen Gastspiel bei Bayer Leverkusen stand Freier erstmals in der Startformation. «Es war schön, ich habe mich richtig gefreut», sagte der frühere Nationalspieler. Wolfsburg ließ in Abwesenheit des gesperrten Torjägers Grafite und des nach seiner Verletzung nur kurz eingewechselten Stürmers Edin Dzeko dagegen lange Zeit jegliche Torgefahr vermissen. Aber dann kam Saglik und die Aufholjagd begann.

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