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30 Freiwillige sorgen für Sicherheit bei der Krötenwanderung

Fotostrecke

Mehr als 30 Tierschützer errichteten im Dorneywald Amphibien-Schutzzäune. Denn bald ist Laichzeit und die Tiere wandeln auf gefährlichen Wegen. Durch den Einsatz der Tierschützer werden jährlich 1000 Tiere gerettet. Wir zeigen Fotos von dieser wichtigen, ehrenamtlichen Aktion.

KLEY

, 06.03.2017
30 Freiwillige sorgen für Sicherheit bei der Krötenwanderung

Auch viele junge Tierschützer waren im Einsatz.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So werden Kröten in Kley gerettet

Jährlich retten ehrenamtliche Tierschützer rund 1000 Kröten vor dem sicheren Tod.
06.03.2017
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Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Impressionen von der Kröten-Aktion.© Foto: Stephan Schütze
Schlagworte Dortmund

„Wenn es nass und feucht, zudem sieben bis zehn Grad warm ist, dann kann es nachts explosionsartig losgehen“, warnt Bernd Gregarek, zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Dortmund (Agard), vor der Krötenwanderung.

Zum Schutz der vornehmlich Erdkröten, aber auch Teich- und Bergmolche sowie Grasfrösche, errichteten mehr als 30 Tierschützer am Samstag im Dorneywald Amphibienzäune. Entlang der Zufahrt zum Sportplatz befindet sich dieser auf der östlichen Straßenseite, an der sich ein Tümpel befindet. Dieser wird von den Amphibien ebenso zum Laichen aufgesucht, wie jener südlich der Ost-West-Strebe der Dorneystraße, dem Teil zwischen der Zufahrt zum Sportplatz und der Einmündung zum Muschelweg.

Rückkehr zum Heimatteich

Die Kröten kehren zum Laichen in ihren Heimatteich zurück, lassen dabei keine Vorsicht walten. Möglichst schnell wollen sie ins heimische Gewässer. Damit sie nicht Opfer des Straßenverkehrs werden, errichtete Agard auf insgesamt 410 Metern einen Zaun. Dieser ist aus grünem Kunststoff und 50 Zentimeter hoch. Mehr als die Hälfte davon wird fest im Boden verankert und an Stäben fixiert.

Zum Waldgebiet hin werden 50 Eimer im Boden eingelassen, in die die Kröten, die gegen den Zaun hüpfen, dann rutschen. Morgens und abends werden die Amphibien von Helfern über die Straße getragen. „Pro Jahr retten wir so rund 1000 Tieren das Leben“, weiß Jürgen Rysi, der den Zaun im Dorney seit 20 Jahren aufbaut und betreut. „Die Rückwanderung erfolgt in kleineren Schüben, sodass wir dann nicht mehr helfen müssen.“

 

Nur jetzt, beim Ansturm auf die ausgewählten Gewässer tut Hilfe Not.

Samstag machten sich früh 30 Freiwillige von Agard, dem Naturschutzbund (Nabu) und dem Bund für Umwelt und Natur Deutschland (Bund) an die Arbeit. Immer wieder stießen Personen und sogar Familien mit Kindern hinzu. „Ich habe davon von meiner Freundin erfahren“, sagt Klara (12), die ihren Bruder Johannes mitgebracht hat. „Wir waren schon letztes Jahr dabei.“

Auch Flüchtlinge helfen

Hilfe kommt ebenfalls von Syrern und Afghanen. Flüchtlinge aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Nordstadt griffen auch zum Spaten. „Wir haben schon letzte Woche in Kruckel mitgeholfen“, kennt Samer Farhat (19) die harte Arbeit. Nach vier Stunden buddeln konnte er sich, wie alle anderen, mit gegrillten Biowürstchen und Jürgen Rysis Kartoffelsalat stärken.