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Videospiele im März

5 Spieletipps und ein Brötchenkasten

DORTMUND Vom „Open World“-Abenteuerspielplatz für Erwachsene bis zum familienfreundlichen Jump’n’Run: Auf bunte und mutige Spiele können sich Spielefans im März freuen. Es gibt sie zwei Varianten: Neu und einzeln, oder alt und zusammen.

5 Spieletipps und ein Brötchenkasten

Wenn der Hund kein Stöckchen, sondern ein Maschinengewehr apportiert: Far Cry 5 ist ein verrückter Abenteuerspielplatz für erwachsene Spieler.

Far Cry 5

Diese Serie hat die besten Abenteuerspielplätze. Deswegen ist sie beliebt. „Far Cry“ steht nicht etwa für eine bestimmte Geschichte oder bestimmte Charaktere, sondern für riesige, wilde Spielwelten. Immer schlüpfen Spieler in die Rolle eines Underdogs auf Abwegen, der sich fernab aller Hilfe im Herzland tyrannischer Herrscher wiederfindet. Nun gilt es, den Laden mit Guerillataktik aufzumischen. Alles in der Welt ist etwas zu schrill: die Menschen sind wahnsinnig, die Tiere aggressiv, die Waffen explosiv, die Fortbewegungsmittel halsbrecherisch. Berauschendes Chaos ist der Markenkern eines Far-Cry-Spiels. Im neuen Abenteuer geht es gegen eine Sekte im Herzen der USA. Das riecht nach politischem Zunder – aber erfahrungsgemäß dürften Zwischentöne im Pulverdampf verloren gehen. Schade, aber nicht tragisch; was bleibt, ist astreine Action zum Abschalten für alberne Menschen ab Achtzehn.

Far Cry 5 – für Pyrotechniker. Ab 27. März für PC, PS4, Xbox One, 60 bis 70 Euro.

Sea of Thieves

In die Haut eines Piraten zu schlüpfen, bleibt verlockend. Besitzer eines Windows-10-PCs oder einer Xbox One dürfen das bald tun, auch wenn Karneval vorbei ist. In poppig bunter Cartoongrafik erwachen die Spieler als frischgebackener Schrecken der Meere auf einer karibischen Insel. Die Wasser- und Inselwelt wird von vielen Spielern bevölkert, und alle sind Piraten. Jeder Fortschritt steht und fällt mit dem Teamwork – in den großen Schiffen müssen Karte, Steuerrad und Ausguck besetzt werden, um überhaupt gezielt von A nach B zu gelangen. Nur eine gut geölte Mannschaft kommt zügig voran. Und wenn ein Schiff voller feindlicher Spieler beidreht, dann wird es schnell chaotisch; dann wird geschossen, geflickt und geentert, bis die Holzbeine ächzen. In Vorabtests hat das Spiel überzeugt, für Menschen mit Online-Freunden ist es ein launiger Spaß. Völlig offen bleibt die Frage, wie lange das Vergnügen anhält. Aber ein starker erster Eindruck ist gemacht.

Sea of Thieves – für soziale Seewölfe. Ab 20. März für Windows 10, Xbox One, 70 Euro.

Kirby: Star Allies

Er steht bei Nintendo in der zweiten Reihe; aber da steht er schon ziemlich lange. Kirby, die merkwürdige rosa Kaugummikugel, war schon immer ein Symbol für besonders bunte und kinderfreundliche Spiele. Auch sein neuester Titel ist eine Art Jump’n’Run. Ein bis vier Spieler durchqueren gemeinsam die Level, lösen mitunter sehr einfache Rätsel, weichen allerlei Gefahren aus, und überwinden unzählige Gegner. Aber Kirby ist subtiler, als die anderen Helden: Er muss Gegnern nicht auf den Kopf springen, er saugt sie stattdessen auf und übernimmt dabei ihre Stärken. Und neuerdings hat er Herzen zu verschenken. Wer Gegner damit trifft, der schließt mit ihnen Frieden. Und die ehemaligen Widersacher kommen sogar mit auf die Reise und helfen bei der Arbeit! Der ständige Mix aus immer neuen Freunden und Fähigkeiten sollte „Star Allies“ zu einem Dauerbrenner auf der Familienswitch machen.

Kirby: Star Allies – für farbenfrohe Freunde. Ab 16. März für Switch, 60 Euro.

A Way Out

Spiele mögen immer öfter aussehen, wie Filme. Aber selten haben sie eine so packende Geschichte zu erzählen. Deutlich kinoreifer präsentiert sich dagegen das ungewöhnliche „A Way Out“. Das Spiel ist eine Art interaktiver Buddy-Movie; zwei Häftlinge brechen gemeinsam aus und fliehen. Der Clou: Beide Helden bleiben immer sichtbar, zur Not wird der Bildschirm geteilt. Und beide Knackis müssen wirklich von Menschen gesteuert werden. Den Zwei-Spieler-Titel kann man nicht alleine spielen. Mit dem Zwang werden viele originelle Ideen möglich: beide Knastbrüder müssen immer wieder unter Zeitdruck entscheiden, was sie tun, wo sie schleichen, fliehen, oder kämpfen. Der Titel wirkt sehr atmosphärisch, am Steuer der Entwicklung sitzt der Macher des brillanten Koop-Abenteuers „Brothers“, gleichzeitig ein erfahrener Regisseur. Ob hier wirklich ein gutes Spiel entsteht und wie lang das aufwändige Abenteuer dauert, ist noch offen. Aber dass die große Spielefirma EA ein derartiges kreatives Risiko finanziert, verdient Applaus.

A Way Out – für finstere Freunde. Ab 23. März für PC, PS4, Xbox One, 30 Euro.

Ni No Kuni 2: Revenant Kingdom

Spiele nähern sich dem Fotorealismus. Aber für manche Menschen ist das gar kein Ziel; sie schauen lieber Zeichentrick. Und für dieses Publikum ist Studio Ghibli eine Institution. Die japanische Filmschmiede hat Meisterwerke wie „Prinzessin Mononoke“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“ geschaffen. Vor ein paar Jahren haben sie sich mit Spielefirma Bandai Namco zusammengetan, um ein Rollenspiel in makelloser Zeichentrick-Anmutung zu schaffen. „Ni No Kuni“ hatte Charme, aber auch Macken: Es war zäh, fordernd und langatmig. Jetzt legt Bandai Namco unter Mitarbeit einiger Ghibli-Veteranen den nächsten Anlauf vor. „Revenant Kingdom“ erzählt eine neue Geschichte und ist dabei deutlich flotter und abwechslungsreicher. Schneller, aber immer noch taktisch sind die Kämpfe. Absolut märchenhaft ist dazu die Geschichte. Aber Vorsicht – Zeichentrick heißt nicht, dass sich das Action-Rollenspiel für kleine Kinder eignen würde.

Ni No Kuni 2: Revenant Kingdom – für Chihiros im Geiste. Ab 23. März für PC, PS4, 60 bis 70 Euro.

TheC64 Mini

Die meisten Spiele dieser Auswahl stecken komplett in einem kleinen Plastikgehäuse, erhältlich gegen Ende des Monats. Das Kistchen mit dem krummen Namen „TheC64 Mini“ ist genau das, was Spielefans in Deutschland seit dem Erfolg des Mini NES und Mini SNES herbeisehnen: Eine Mini-Version des C64 zum Anschluss an moderne Fernseher. Statt von unschierig großen Disketten oder quälend langsamen Kassetten kommen die Spiele jetzt von einem internen Speicher, ohne langes Warten. In der Auswahl von immerhin 64 vorinstallierten Spielen sind Klassiker von Boulder Dash bis California Games enthalten, aber naturgemäß fehlen auch viele Evergreens. Einen C64 ersetzen kann die Kiste also nicht – auch, weil die winzige Tastatur auf dem Gehäuse nur Deko ist und überhaupt nicht funktioniert. Aber wer für unter hundert Euro noch einmal am leuchtend roten Competition Pro Joystick ruckeln möchte, bis die Handfläche qualmt, der hält nach diesem begehrten Winzling Ausschau.

TheC64 Mini – für Brotkastenliebhaber. Ab 29. März, 80 Euro.

Fotostrecke
THEC64_BOXSHOT_3D_DE
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THEC64_BOXSHOT_3D_DE

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