Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

50 Jahre alte Funksprüche aus dem Weltall

Aktionstag der Sternwarte

Der Tag, an dem der erste Mensch die Erde verließ und den Weltraum mit eigenen Augen sah, feiert den 50. Jahrestag. Die Bochumer Sternwarte feiert das Ereignis mit einem interaktivem Aktionstag.

WEITMAR

von Von: Verena Halten

, 10.04.2011
50 Jahre alte Funksprüche aus dem Weltall

Der kosmische Aktionstag in der Sternwarte am Sonntag wollte an ein besonderes Ereignis erinnern: 50 Jahre ist es  her, dass 1961 der erste bemannte Weltraumflug ins All aufbrach. An Bord der Kosmonaut Juri Gagarin – zum Bodenpersonal gehörte Heinz Kaminski, Gründer der Sternwarte, der von Sundern aus Funkzeichen des Fluges empfangen und aufzeichnen konnte.

Was in Kaminskis Keller begann, endete als deutschlandweit gefeiertes Ereignis. Immer noch bewahrt die Sternwarte damals aufgezeichnete Funkzeichen und -sprüche auf und lässt die Bochumer an diesen teilhaben. Anlässlich des Jubiläums veranstaltete die Sternwarte aber nicht nur einen Aktionstag, sondern die Deutsche Post brachte zur Feier des Tages auch einen Sonderstempel unter dem Titel „Juri Gagarin“ heraus. Diesen konnten sich die Besucher des Radoms am Sonntag beim Sonderpostamt vor Ort abholen.

  Einen Service, den viele umfangreich nutzten. „Ich werde Briefe an gute Freunde in den Vereinigten Staaten schreiben“, sagte Bochumerin Inge Winkler, „ich habe ja damals alles miterlebt. Das ist eine wundervolle Auffrischung der Erinnerungen.“ Abenteuerlustig ging es außerhalb der Ausstellungsräume zu, die nicht nur Funksprüche, alte Zeitungsartikel und Fotos rundum Gagarins Flug bereithielt. Draußen konnten die kleinen Besucher Planeten und Raketen basteln. Letztere durften sie sogar starten lassen – mithilfe eines Backpulver-Wassergemisches und ausrangierten Filmfotodosen.

Doch das ist noch nicht alles: Durch eine Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtbehörde „Roskosmos“ kann man bis Mittwochnacht, 1961 von Gagarin gesendete, Funkzeichen empfangen. Von der ISS gesendet, werden diese auf den Frequenzen 145.920 MHz (Telemetrie), 145.950 MHz (Sprache) und 145.919 MHz (Morsezeichen) übertragen. Auch Hobbyfunker sind gefragt: Aufzeichnungen sind der Sternwarte sehr willkommen