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Stadtwerke-Konsortium

570 Millionen Euro: Steag-Übernahme perfekt

ESSEN/DORTMUND Die Übernahme der ehemaligen Evonik-Energietochter Steag durch das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr ist perfekt. Wie beide Parteien am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung erklärten, geht der verbliebene Anteil von 49 Prozent an der Steag in den Besitz des Stadtwerke-Konsortiums über - für eine Millionensumme.

570 Millionen Euro: Steag-Übernahme perfekt

Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr erwirbt von Evonik die übrigen 49 Prozent der Anteile für rund 570 Millionen Euro.

Die Stadtwerke der klammen Revierstädte Dortmund, Duisburg, Bochum, Essen, Oberhausen und Dinslaken, die bereits 51 Prozent an der Steag hielten, und der Essener Spezialchemiekonzern Evonik unterzeichneten am Freitag den Vertrag zur Übernahme der übrigen 49 Prozent an der Steag. Nach Angaben von Evonik und dem Stadtwerke-Konsortium beläuft sich der Kaufpreis auf rund 570 Millionen Euro. Damit wird das Stadtwerke-Konsortium, das 2011 bereits 51 Prozent an der Steag erworben hatte, alleiniger Eigentümer des Energiekonzerns.

Das Stadtwerke-Konsortium nutze die günstige Situation auf dem Kapitalmarkt und übe die vertraglich vereinbarte Call-Option zum Erwerb der ausstehenden 49 Prozent aus, sagte Bernd Wilmert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft (KSBG) und Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding GmbH, laut Mitteilung. "Mit jedem Jahr, das wir abgewartet hätten, wäre die Übernahme erheblich teurer geworden." 

DSW21-Chef Guntram Pehlke

Der Strippenzieher der Steag-Übernahme

DORTMUND/ESSEN Er ist die treibende Kraft hinter der Übernahme des Essener Energiekonzerns Steag durch mehrere Ruhrgebiets-Stadtwerke: Guntram Pehlke, DSW21-Chef, Sozialdemokrat, Oberst der Reserve. Pehlke verteidigt die Operation Steag-Kauf, auch wenn Kritiker von einem abenteuerlichen Manöver sprechen.mehr...

Evonik-Vorstandschef Klaus Engel sagte: „Wir wissen die Steag bei der KSBG in guten Händen. Mit der Abgabe der übrigen Anteile an der Steag haben wir nun das abgeschlossen, was wir vor fast vier Jahren im Zuge unserer Konzentration auf die Spezialchemie begonnen hatten.“ Ende 2010 hatten sich KSBG und Evonik über den Steag-Deal verständigt. Das Stadtwerke-Konsortium übernahm damals zunächst 51 Prozent an der Steag. Darüber hinaus einigten sich beiden Seiten über eine Kaufoption der restlichen 49 Prozent. Auch der Kaufpreismechanismus für den zweiten Anteil wurde damals festgelegt. 

Nach der vollständigen Übernahme will das Konsortium nun seine Suche nach neuen Partnern fortsetzen, mit denen die Beteiligung weiterentwickelt werden könne, erklärte Guntram Pehlke, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Stadtwerke AG, DSW21, und Aufsichtsratsvorsitzender der Steag. 

DORTMUND/ESSEN Im September soll der Energiekonzern Steag komplett dem Konsortium aus den Stadtwerken aus Bochum, Dortmund, Duisburg, Dinslaken, Essen und Oberhausen gehören. Der kommunale Verbund will den bisher vom Evonik-Konzern gehaltenen 49 Prozent-Anteil am fünfgrößten deutschen Energieunternehmen für rund 600 Millionen Euro übernehmen. Zur Finanzierung soll Steag selbst beitragen – mit einem Kredit.mehr...

Dabei beabsichtige die Steag, das Erzeugungspotenzial, insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien, im In- und Ausland zu erweitern und sich stärker im Erzeugungsmix zu diversifizieren. Ziel sei es einerseits, den inländischen Kraftwerkspark unter den veränderten Rahmenbedingungen der Energiewende auch zukünftig wettbewerbsfähig zu betreiben und die Handelskompetenz weiter auszubauen. International will die Steag am weltweit wachsenden Markt für konventionelle und Erneuerbare Energien teilhaben und ihren Marktanteil bei Dienstleistungen entlang der Energieerzeugung ausweiten.   

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