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70 Ideen für Europa

BOCHUM 1000 Projekte türmen sich in Essen auf den Schreibtischen der Kultur 2010 GmbH. 1000 Ideen für die Kulturhauptstadt Europas – 70 davon kommen aus Bochum.

von von Ronny von Wangenheim

, 12.10.2007
70 Ideen für Europa

In Kiosken wie diesem sollen 2010 Kunst von Designern aus europäischen Partnerstädten verkauft werden.

„Ich beneide die in Essen nicht“, lacht Dr. Gerd Möllers. Er ist einer von vier Kulturhauptstadt-Beauftragten Bochums. Und sagt nach den ersten Monaten: „Wir haben völlig unterschätzt, was auf uns zukommt.“ Nicht nur, dass die vier Bochumer helfen, Projekte aus der Stadt nach Essen weiter zu reichen. Insgesamt zehn von ihnen scheinen so interessant, dass sie bereits jetzt von der Stadt Bochum finanziell unterstützt werden. Und es gilt, den Kontakt zu den anderen Städten und zur Kultur 2010 GmbH zu pflegen. „Kommunikation ist sehr wichtig“, sagt Reinhard Krakow, Möllers Kollege. Schließlich eines der Kriterien, nach denen Projekte ausgewählt werden, die Vernetzung. „Modell für Europa“ und Nachhaltigkeit zählen außerdem. Mit 70 Projekten kommt Bochum nach Essen mit über 200 Vorschlägen an zweiter Stelle. Ende Oktober ist die Anmeldefrist vorbei. Doch Reinhard Krakow ist sicher, dass auch danach noch Projekte entstehen oder weiter entwickelt werden.

Tische reserviert

Bochum beteiligt sich an einigen städteübergreifenden Projekten. Dazu gehört auch Fritz Pleitgens Lieblingskind – die Sperrung der A 40 an einem Sonntag. Krakow ist ehrlich. „Ich hab‘ nicht gedacht, dass das klappt. Doch in Essen konnte er erleben, wie weit die Vorbereitungen gediehen sind. „Da wird schon über Einzelheiten wie die Reinigung geredet. Die Stadt Köln hat schon 1000 Tische reserviert“, erzählt Krakow. Die Brauereien stellen die Biertische, das THW sorgt für den Transport. In Bochum sind die großen Institutionen in übergreifende Projekte einbezogen. Das Schauspielhaus geht auf Odyssee, das Museum blickt nach Istanbul, die Volkshochschulen diskutieren ein Guide-Programm. Zu den Projekten, von denen die Stadt Bochum so überzeugt ist, dass sie bereits jetzt eine Anschubfinanzierung erhalten, gehört der Literaturwettbewerb der Literarische Gesellschaft. Geld gibt es auch für einen Kunstführer für Bochum. Das Stanzwerk bastelt an einem Internet-Auftritt, der sich an alle richtet, die Ideen haben, wie man die Ruhr illuminieren kann.

Mobiler Kiosk

Der „Bochumer Designpreis“ will 2010 auch Künstler aus allen Partnerstädten des Ruhrgebiets einbeziehen. Beim Projekt „design_kiosk“ können sie ihre Arbeit unter anderem in den für das Ruhrgebiet so typischen Kiosken anbieten. Daneben wird es auch einen mobilen Kiosk geben, der immer dann, wenn er nicht auf Reisen ist, vor dem Rathaus stehen wird.