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ADAC-Tester kritisieren Mängel an Autobahn-Raststätten

München (dpa) Zu wenig Angebote für Familien und für Behinderte: In einem internationalen Raststättentest des ADAC bekam nur die Hälfte der Anlagen die Note «gut». Kein einziger Ort schnitt «sehr gut» ab. Die Ergebnisse im Überblick.

ADAC-Tester kritisieren Mängel an Autobahn-Raststätten

Der Autohof EuroRastpark Guxhagen wurde in der Kategorie der deutschen Autohöfe Testsieger mit der Note «gut». Foto: ADAC

Viele Autobahn-Raststätten in Europa bieten nach Einschätzung des ADAC zu wenig für Familien und behinderte Gäste. Der Autoclub kritisiert zudem die Toilettengebühren. In seinem Rastanlagentest 2012 hatte der Autoclub 65 Betriebe entlang wichtiger Reiserouten in 13 Ländern unter die Lupe genommen. Darunter waren in Deutschland sechs Raststätten und sechs Autohöfe.

Keine Rastanlage bekam im Gesamtergebnis ein «sehr gut». 33 Raststätten wurden mit «gut» bewertet, 27 Mal gab es «ausreichend». Fünf Rastanlagen fielen in dem Test, dessen Ergebnisse am Donnerstag (21. Juni)veröffentlicht wurden, mit «mangelhaft» durch.

Urlauber mit Kindern seien in der Schweiz, an den deutschen Raststätten und in Kroatien meist gut aufgehoben, hieß es. In Spanien und Italien war es hingegen mit der Familienfreundlichkeit nicht weit her. So gut wie nie gab es Spielplätze und Spielecken. In Tschechien fehlten die Wickelmöglichkeiten.

Bei den Preisen bekamen viele Raststätten ein Minus, besonders die Schweizer schnitten hier schlecht ab. Bei der Hygiene erhielten die allermeisten getesteten Rastanlagen aber ein «gut» oder sogar «sehr gut», ebenso bei der Bewertung der Shops und Kioske.

Dauerbrenner-Thema bei den Tests: Die Toiletten. Der ADAC kritisierte erneut, dass die Benutzung an deutschen Raststätten - anders als an Autohöfen - auch beim Einkauf im Shop oder im Restaurant noch 20 Cent kostet. Dass es anders gehe, bewiesen Anlagen in Österreich und Kroatien. Dort gebe es prima Hygienewerte bei Gratis-Nutzung. Ärgerlich für Rollstuhlfahrer: Bezahlschranken vor Toiletten, die - wie in den Niederlanden - erst vom Personal abgebaut werden müssten, um das Behinderten-WC zu erreichen.

Testsieger wurde mit der Gesamtnote «gut» die Anlage Wörthersee in Österreich an der A 2 zwischen Villach und Wien. Sie überzeugte mit gutem Essen, einem schönen und sicheren Kinderspielplatz, Kinderspielecke und Babystation sowie gepflegten Sanitäranlagen. Testverlierer mit der Note «mangelhaft» wurde die Raststätte Ruma in Serbien an der A 1 zwischen Belgrad und ?id.

Der ADAC legte bei dem Test die Bedürfnisse einer vierköpfigen Familie mit Kleinkind zu Grunde. Jede Anlage wurde zwei Mal ohne Voranmeldung von unterschiedlichen Testern besucht. Bewertet wurde in den Kategorien Verkehrssicherheit, Außenanlage, Service, Gastronomie, Shop, Familienfreundlichkeit, Sanitäranlagen, Hygiene und Preise.

Rastanlagen entlang von Reiserouten bieten laut einem ADAC-Test zu wenig für Familien - Eltern müssen daher improvisieren, wenn es weder Spielplatz noch Spielecke gibt. «Dann können Eltern mit ihren Kindern auf den Rasenflächen Fangen spielen», sagt ADAC-Sprecherin Andrea Piechotta. Oder sie lassen die Kleinen bei Dehnübungen und Gymnastik mitmachen. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, könnten auch Spielsachen aus dem Auto mitgenommen werden. Spannend für Kinder sei zudem, sie unter Aufsicht die Rastanlage entdecken zu lassen. «An Abwechslung mangelt es dort ja selten», sagte Piechotta. Eltern mahnte die ADAC-Sprecherin aber zur Vorsicht: «Oft gibt es auf den Rastanlagen keine Bürgersteige und Zebra- oder Laufstreifen. Nach dem Aussteigen nehmen Eltern ihre Kinder am besten gleich an die Hand», rät sie. Denn wenn die Kleinen unbeaufsichtigt herumtoben, kann schnell ein Unfall passieren. Das größte Unfallrisiko entstehe, wenn ausparkende Autofahrer Kinder übersähen. Wachsamkeit gelte aber auch auf Spielplätzen, soweit vorhanden. «Oft sind die Bereiche nicht richtig abgegrenzt», fügt die ADAC-Sprecherin hinzu.

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