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ARD-Chefin Wille: Brauchen Diskussion um Rundfunkauftrag

Leipzig. Erst die Inhalte, dann das Geld: Die ARD verlangt von der Politik eine Debatte über den Auftrag des Rundfunks. Aus dem Auftrag ergebe sich die Finanzierung. Außerdem soll es künftig weiblicher werden auf dem TV-Bildschirm.

ARD-Chefin Wille: Brauchen Diskussion um Rundfunkauftrag

Karola Wille, Intendantin des MDR, will Frauen stärken. Foto: Jan Woitas

Die ARD fordert von der Politik eine Debatte über den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Aus dem Auftrag für die Sender leite sich deren Finanzierung ab, sagte die scheidende ARD-Vorsitzende Karola Wille am Mittwoch in Leipzig nach der ARD-Hauptversammlung.

Welche Höhe der Rundfunkbeitrag ab 2021 haben müsse, lasse sich derzeit seriös und belastbar nicht sagen, erklärte Wille. Die MDR-Chefin gibt Ende des Jahres den ARD-Vorsitz nach zwei Jahren ab.

Alle Rundfunkanstalten hätten bereits Sparmaßnahmen ergriffen, sagte Wille. Für die ARD erwarte sie in den kommenden Jahren „weitere Effizienzeffekte“ als Konsequenz aus bereits eingeleiteten Umstrukturierungen. Das alles solle so „programmschonend wie möglich“ ablaufen. Der Programmdirektor des Ersten, Volker Herres, sagte, es würden keine Inhalte infrage gestellt. Allerdings machten sich Sparzwänge etwa bei Rechteverhandlungen längst bemerkbar. Manches sei einfach zu teuer geworden.

Änderungen im Programm soll es künftig aber an anderer Stelle geben: Die ARD will mehr Frauen auf den Bildschirm bringen. Schon bei der Stoffauswahl und der Drehbuchentwicklung solle darauf geachtet werden, weibliche Hauptrollen mit anderer Altersstruktur zu wählen, sagte Wille. „Wir bilden noch nicht genügend die gesellschaftliche Wirklichkeit ab.“

Auch dass man nach Frauen in den großen Unterhaltungsformaten am Abend lange suche müsse, solle sich ändern. Die ARD nehme die Diskussion sehr ernst, die sich aus der Vorstellung der Studie „Audiovisuelle Diversität - Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland“ ergeben habe.

Weiblicher wird es künftig auch an der Spitze des Kinderkanals von ARD und ZDF (KiKA). Die ARD-Intendanten haben Astrid Plenk zur Programmgeschäftsführerin bestimmt. Das ZDF hatte der Personalie bereits zugestimmt. Plenk tritt zum 1. Januar die Nachfolge von Michael Stumpf an, der als Leiter der Hauptredaktion Kinder und Jugend zum ZDF wechselt. Sie selbst leitet beim MDR seit 2010 die Redaktion Kinder und Familie.

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