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AS Rom verliert erst Totti, dann den Titel

Rom (dpa) Schlimmer hätte es für den AS Rom kaum kommen können: Erst verlor der Vize-Meister seinen Kapitän Francesco Totti mit einem Kreuzbandriss, dann verspielte er mit dem 1:1 gegen den Abstiegskandidaten Livorno seine Titelchance.

Am Tag nach dem Spiel bestätigten sich auch noch Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Clubs. «Ja, meine Familie ist am AS Rom interessiert und es gab auch schon Kontakte», sagte Scheich Saeed Al Maktoum aus Dubai nach einem Bericht der «La Gazzetta dello Sport».

«Die Enttäuschung ist total», sagte Roms Trainer Luciano Spalletti nach der Heimpleite gegen Livorno und dem neuerlichen K.o. seines Superstars Totti. Vier Spieltage vor Ende der Serie A hat Rom (72) bereits sechs Punkte Rückstand auf Meister Inter Mailand (78), der beim abstiegsbedrohten FC Turin mit 1:0 (1:0) gewann. Den «Drei-Punkte-Treffer» erzielte Julio Cruz (30. Minute). «Die Meisterschaft ist gelaufen», räumte Totti ein. Ob er damit das Titelrennen oder sein eigenes Schicksal meinte, blieb offen.

Roms Titelhoffnungen sind so gut wie dahin, Tottis Saison ist definitiv beendet. Nach einer Untersuchung in der Villa Stuart-Klinik in Rom wurde der 31-Jährige noch am Nachmittag am rechten Knie operiert. Der Weltmeister von 2006 fällt voraussichtlich für rund fünf Monate aus. «Die Operation ist gelungen», teilte der Club nach dem einstündigen Eingriff mit. Zuvor hatte sich der schon so oft nach Verletzungen wieder zurückgekehrte Totti Sorgen über seine weitere Karriere gemacht. «Ich habe den Riss richtig gespürt», berichtete der Star des Hauptstadtclubs, der sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzte.

Seine Mitspieler, Trainer Spalletti und Clubchefin Rosella Sensi waren konsterniert. «Rom kassiert zwei schwere Schläge«, titelte die «La Gazzetta dello Sport» nach dem «doppelten Schock». Nach Tottis Verletzung in der 39. Minute hatte Mirko Vucinic die Platzherren zunächst per Kopf in der 57. Minute in Führung gebracht. Gegen die mit klassischem «Catenaccio» mauernden Gäste, vergab Rom jedoch zahlreiche Chancen und wurde durch einen 25-Meter-Glückstreffer von Alessandro Diamanti (86.) böse erwischt. «So ein Unentschieden tut weh, wir wussten, was auf dem Spiel stand», klagte Spalletti.

Grund zur Freude hatte dagegen der AC Florenz (59), der mit dem 1:0-Heimsieg gegen den FC Palermo seinen vierten Platz behauptete und sich damit die Chance auf die Champions League erhielt. Auch der AC Mailand (55) wahrte als Tabellenfünfter mit einem 5:1-Sieg gegen Reggina noch eine allerdings von Spieltag zu Spieltag geringer werdende Chance auf den Einzug in die Königsklasse. Kakà machte mit drei Treffern den Sieg genauso fast im Alleingang perfekt wie Juves Alessandro Del Piero mit seinen drei Toren beim 4:0 bei Atalanta Bergamo. Damit hat Rekordmeister Juventus Turin (67) als Tabellendritter die Champions League-Teilnahme sicher.

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