Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Abgespeckter Fahrplan statt kompletter Schulbus-Streichung

Kompromiss-Vorschlag

"Zwei Schulbusfahrten am Tag sind immer noch besser als keine", meint Britta Karstens, die Schulpflegschaftsvorsitzende der Buchholzer Grundschule. Darum erkennt sie im jetzt vorliegenden Angebot der Stadtverwaltung zur Aufrechterhaltung der Transporte durchaus eine Verbesserung.

WITTEN

von Susanne Linka

, 11.06.2012
Abgespeckter Fahrplan statt kompletter Schulbus-Streichung

Das Gros der Schulbusse soll weiter fahren, allerdings nur noch zweimal am Tag

Heute beginnt in der Schulausschuss-Sitzung die politische Diskussion über den Vorschlag. Er beinhaltet die Halbierung des Bus-Angebotes für die Buchholzer und die Rüdinghauser Grundschule sowie die Streichung für die Harkort- und die Vormholzer Grundschule. Sie ist dort nur für wenige Stockumer Schüler ein Problem. „Bei uns sind im nächsten Schuljahr nur zwei Schüler davon betroffen“, erklärt auch Brigitte Schiermeier, Leiterin der Vormholzer Grundschule. Vielmehr Kinder hätten dort nie den Bus oder das Taxi genutzt: „Die meisten kommen zu Fuß.“ Dass die beiden jetzt betroffenen Familien aus Durchholz kommen und nach der Schließung der dortigen Grundschule auf eine Transportzusage vertraut hatten, sei allerdings „nicht ganz glücklich.“

So hofft Schiermeier noch auf eine kleine Nachbesserung: „Es wäre schön, wenn der Buchholzer Schulbus eine Schleife für unsere Kinder fahren könnte.“ Als „absolut wünschenswert“ betrachtet auch Britta Karstens eine solche Regelung. Es werde geprüft, ob die Eltern dazu einen Kostenbeitrag leisten können – und ob das versicherungsrechtlich überhaupt möglich wäre. Dass es für 40 Buchholzer Jungen und Mädchen im neuen Schuljahr statt bislang täglich vier nur noch zwei Schulbusfahrten geben soll, sei mit Blick auf die Haushaltslage der Stadt verständlich: „Aber es ist immer bedauerlich, wenn ausgerechnet Kinder vom Sparen betroffen sind.“ Für die Schüler in der offenen Ganztagsbetreuung sei das Problem nicht so groß: „Sie werden ohnehin abgeholt.“ Andere Eltern wollten Fahrgemeinschaften bilden oder ausloten, ob sie täglich eine dritte Tour bezahlen könnten.

Bis zu vier Fahrten täglich gab es früher auch an der Rüdinghauser Grundschule. Künftig transportiert der Bus die Kinder nur noch einmal morgens zur Schule und mittags wieder zurück. Schulleiterin Skutschik: „Es ist sehr schwierig, den Stundenplan so zu gestalten, dass künftig alle gleichzeitig Schluss haben.“ Mitunter erfahre sie erst in den großen Ferien, wie viele Lehrer ihr überhaupt zur Verfügung stehen: „Das wird nicht einfach, da müssen die Eltern der circa 25 betroffenen Kinder noch Regelungen finden.“