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Abriss des Nebengebäudes gestartet

Hörder Bahnhof

Die Bagger sind schon da, doch das Bahnhofsgebäude steht noch. Bevor es dem Erdboden gleich gemacht wird, ist zunächst das Nebengebäude fällig. Seit dem Mittag wird es abgerissen. Vor den Augen vieler Beobachter

HÖRDE

von Von Jörg Bauerfeld und Willi Garth

, 29.03.2011
Abriss des Nebengebäudes gestartet

Kai Schäder (34) und Sabine Beißwenger (31) haben ihr Erinnerungsfoto mit dem alten Hörder Bahnhof schon.

Viele Menschen sind mit Fotoapparaten auf die Hörder Brücke gekommen. Von dort wollen sie ein paar letzte Schnappschüsse des alten Bahnhofs machen. Und Abschied nehmen. Doch bis das alte Gebäude fällt, dauert es noch. Es soll frühestens am Mittwochabend oder Donnerstagfrüh mit einer Spezialschere abgerissen werden. Am Dienstagmittag fällt zunächst das Nebengebäude.Vorbereitende Arbeiten begonnen Zuvor erledigten die Bauarbeiter die Vorarbeiten. Unter anderem beseitigten sie mit schwerem Gerät die Betonplatten des alten Parkplatzes. Auch laufen Arbeiten auf den Gleisen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Abriss Hörder Bahnhof

Mit dem Abriss des Nebengebäudes starten die Arbeiten am Hörder Bahnhof. Der soll in einer Woche verschhwunden sein.
29.03.2011
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Schaulustige auf der Hörder Brücke.
Polizei Bezirksbeamter Burkhard Gliffe sorgte für Ordnung rund um den Bahnhofs-Abriss.
Ein Platz in erster Reihe: GÜnther Wölke auf der Hörder Brücke.
So sieht die Bahnhofsbaustelle zurzeit aus. © Jörg Bauerfeld
Das Motiv immer im Sucher.© Jörg Bauerfeld
Auch die Polizei war vor Ort. © Jörg Bauerfeld
Jetzt geht's los. Der Bagger kommt. © Jörg Bauerfeld
Das Reklameschild fällt als erstes.© Jörg Bauerfeld
Die Baustelle ist weiträumig eingezäunt. © Jörg Bauerfeld
Und, läuft alles ?© Jörg Bauerfeld
Letzte Anweisungen an den Baggerführer.© Jörg Bauerfeld
Auch das Radio war vor Ort.© Jörg Bauerfeld
Der Bagger nagt am Nebengebäude.© Jörg Bauerfeld
Schönstes Abriss-Wetter© Jörg Bauerfeld
Und was halten Sie vom Abriss? © Jörg Bauerfeld
Es staubt - Wasser marsch.© Jörg Bauerfeld
"Wir müssen dabei sachte vorgehen, weil in unmittelbarer Nähe die Züge der Bahn fahren", sagt Martin Steinfort von der Pink Invest GmbH über den "Kuschel-Abbruch" im Hörder Zentrum. Die Pink Invest GmbH baut an gleicher Stelle ein modernes Einkaufszentrum mit Rewe-Supermarkt, Gastronomie und anderen Geschäften auf.Schaulustige Hörder beobachten Abriss Dienstag ist mit einem größeren Besucherandrang zu rechnen – die Hörder wollen sich höchstpersönlich davon überzeugen, dass die Bagger die einst unter Denkmalschutz stehende "Pommesbude mit Gleisanschluss", der auch der Ruf als Deutschlands hässlichster Bahnhof nacheilte, tatsächlich in Schutt und Asche legen.Mit dem Anschluss an die Bergisch-Märkische Bahnstrecke erhielt die freie Stadt Hörde 1855 ein eigenes Bahnhofsgebäude.Bahnhofsarchitekten geizten mit Schönheit Schon damals hatten die Architekten mit Ästhetik gegeizt – selbst der Bahnhof im kleinen Löttringhausen war pompöser.Zahlreiche Waggons mit Erz und Koks Beachtlich war dagegen der vom Hörder Hüttenwerk dominierte Zugverkehr. "Fast endlos rollten die Waggons mit Erz und Koks für die Hochöfen an uns vorbei", erinnert sich der Hörder Heimatforscher Willi Garth an seine Kindheit.  "Wir standen auf der Brücke, spuckten in die Kamine, ließen uns vom stinkenden, rußigen Qualm einnebeln, spuckten in den Kamin und träumten vom Beruf des Lokführers."Kommenden Dienstag steht Willi Garth wieder auf der Brücke – nicht, um hinunter zu spucken, sondern um den Abbruch des 1955 / 1956 errichteten Gebäudes für sein Archiv zu dokumentieren. Der 100 Jahre zuvor errichtete Bahnhof war im Krieg stark beschädigt worden.