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Absage von Ballack - Löw plant Job-Sharing

Herzogenaurach (dpa) Die Absage des Kapitäns erreichte Bundestrainer Joachim Löw beim TV-Studium der Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga: Auch Michael Ballack wird im Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Belgien in Nürnberg fehlen.

Absage von Ballack - Löw plant Job-Sharing

Michael Ballack hat sich zum Auftakt der Premier League verletzt.

Ballack zog sich im ersten Saisonspiel des FC Chelsea in der englischen Premier League beim 4:0 gegen den FC Portsmouth eine Mittelfuß-Blessur zu. Eine Kernspin-Untersuchung soll Klarheit über das Ausmaß der Verletzung bringen. «Man muss abwarten, der Fuß ist stark geschwollen», sagte Löw der Deutschen Presse-Agentur dpa. Im vergangenen Jahr war Ballack nach zwei Operationen am Sprunggelenk monatelang ausgefallen. Die neue Verletzung habe damit aber nichts zu tun, betonte Löw im Teamhotel Nationalelf in Herzogenaurach.

Für das Länderspiel gegen die Belgier, die derzeit in Peking mit ihrer Olympia-Mannschaft für Furore sorgen, habe es für Ballack jedoch keine Chance gegeben, erklärte der Bundestrainer. «Auch wenn nichts gebrochen oder kaputt ist, muss er mindestens vier oder fünf Tage aussetzen.» Der 31-jährige Ballack hatte Löw kurz zuvor am Telefon darüber informiert, dass er wegen der Blessur nicht nach Herzogenaurach anreisen kann. Zuvor hatten bereits Torsten Frings und Jermaine Jones ihr Mitwirken wegen Verletzungen abgesagt.

Trotz der Ausfälle und der Formsuche anderer Nationalspieler will Löw gegen Belgien keine Abstriche zulassen. «Ein Spiel zu diesem Zeitpunkt ist immer schwierig, aber wir müssen versuchen, schnell in die Saison und den neuen Wettbewerb reinzukommen», unterstrich er vor dem einzigen Test, bevor am 6. September in Liechtenstein die WM-Qualifikation startet. «Da zählen erstmal Punkte, Punkte, Punkte», ergänzte Löw mit Blick auf die harte Auseinandersetzung um das einzige Direkt-Ticket für Südafrika 2010 vor allem mit Russland. Geplante Neuerungen im DFB-Team sind deshalb zunächst zurückgestellt.

Mit Frings, der über muskuläre Probleme klagt und in Bremen eine Reha-Programm absolvieren soll, den ebenfalls verletzten Arne Friedrich und Per Mertesacker sowie dem zurückgetretenen Jens Lehmann fehlen in Nürnberg fünf Akteur aus dem mit 0:1 verlorenen EM-Finale gegen Spanien. Der Schalker Jones, der im Trainingslager auf Mallorca als einer von drei Spielern aus dem erweiterten EM-Kader gestrichen worden war, hat sich beim 3:0 der Gelsenkirchener gegen Hannover einen Syndesmosebandriss zugezogen und fällt einige Wochen aus.

Auf jeden Fall möchte Löw im Nürnberger Stadion möglichst viele Spieler aus seinem noch 18-köpfigen Aufgebot auflaufen lassen. In den Stuttgartern Mario Gomez, Thomas Hitzlsperger und Neuling Serdar Tasci sowie dem Gladbacher Marko Marin mussten allerdings gleich noch fünf Akteure mit ihren Clubs ran. «Wir werden die Belastung gut verteilen», verriet der Bundestrainer und kündigte gegen Belgien bereits ein Job-Sharing an. «Doch wenn einer auf dem Platz steht, verlangen wir ein temporeiches Spiel», betonte Löw, der am Sonntag bereits zum ersten Mal trainieren ließ. Über mögliche Nachnominierungen hat Löw noch nicht entschieden.

Ob die Arbeitszeit-Teilung auch für die Torhüter gilt, wird der Bundestrainer endgültig erst in den Vorbereitungs-Tagen festlegen. Durch die Schulter-Verletzung von René Adler hat plötzlich sogar der Bremer Tim Wiese die Chance auf seinen ersten Länderspiel-Einsatz, nachdem er als U-21-Spieler vor vielen Jahren im Training schon einmal bei den «Großen» reingeschnuppert hatte. «Ich bin sehr gespannt, was auf mich zukommt», erklärte der 26-Jährige vor dem Treff im Hotel Ramada direkt auf dem Gelände von DFB-Sponsor adidas. Dort wird sich das Team mit Wiese und Robert Enke auf den Belgien-Test einstimmen.

Gefreut hat sich Löw, dass bis auf Marcell Jansen beim Bundesliga-Start alle seine Berufenen in den Startformationen ihrer Clubs gestanden hatten. Der ehemalige Bundestrainer und jetzige Bayern-Coach Jürgen Klinsmann schickte in Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und Miroslav Klose gleich die «halbe» Nationalelf in die neue Spielzeit. «Für unsere Spieler ist Spielpraxis natürlich ganz wichtig», betonte Löw und ergänzte: «Ich weiß, dass Jürgen versucht, neue Wege zu gehen und einzelne Spieler zu fördern. Er wird dem deutschen Fußball guttun.»

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