Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Abschied von Gräbern

12.03.2018
Abschied von Gräbern

Oft erfolgt die Beisetzung in einem Erdgrab wie hier in Selm. Brede (A)

Selm. Manchmal dauert es 80 Jahre oder sogar 100 Jahre, manchmal nur wenige Tage oder Monate: Wie lange Menschen leben, weiß man nicht. Dass ihr Leben aber endlich ist, steht fest. In den zurückliegenden Jahrtausenden haben Menschen unterschiedliche Wege gefunden, um sich von ihren Verstorbenen zu verabschieden. In Selm sind Erdbestattungen am häufigsten, wie ein Rundgang über die Friedhöfe zeigt.

Laut Gesetz muss ein Grab 1,80 Meter tief sein. Ein doppeltes Grab – da sind dann zwei Särge übereinander begraben – muss 2,40 Meter tief sein. Die Angehörigen bepflanzen in der Regel das Grab mit Blumen und Sträuchern.

Ein Grab ist nicht für die Ewigkeit. Meistens dauert die sogenannte Ruhezeit 25 oder 30 Jahre. Danach wird das Grab eingeebnet, wie es jetzt bald auf den Selmer Friedhöfen passieren wird. Friedhofsgärtner bauen dort Grabsteine ab und säen Gras, wo alte Gräber waren. Später können dann an der gleichen Stelle wieder Beerdigungen stattfinden. Das hilft, Platz zu sparen.

Auf jüdischen Friedhöfen oder auch auf muslimischen Friedhöfen, die es hier aber nicht gibt, ist es nicht üblich, dass Gräber eingeebnet und später neu belegt werden.

Sylvia vom Hofe