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Abteibrauereien stöhnen über zuviel Nachfrage

Brüssel (dpa) Belgische Abteibrauereien wie Westmalle kommen wegen steigender Nachfrage mit der Produktion nicht mehr nach. Das Bier der Mönche wird deswegen mehr und mehr zu Liebhaberobjekt.

Abteibrauereien stöhnen über zuviel Nachfrage

Brauereidirektor Philippe van Assche zeigt die Tanks der kleinen Brauerei Westmalle.

«In den Supermärkten gibt es immer häufiger Lieferprobleme, und die Leute beschweren sich», sagte der Generaldirektor von Westmalle, Philippe de Assche, der Brüsseler Tageszeitung «Le Soir» (vom Donnerstag). Die Schwierigkeiten beruhten nicht auf Qualitätsproblemen; «wir wollen einfach nicht mehr produzieren», meinte der Brauereichef.

Die größte Trappisten-Brauerei, Chimay, setzte sich laut Zeitung eine Wachstumsgrenze von vier bis fünf Prozent pro Jahr. Chimay hat einen jährlichen Ausstoß von 160 000 Hektolitern. Das Bier der Abtei von Westvleteren (4 700 Hektoliter im Jahr) ist auf dem Markt so gut wie nicht zu finden. Die Mönche brauen dort selbst. Bierfreunde müssen sich auf den Weg zu der Gemeinschaft machen, um einer der raren Flasche zu ergattern, schrieb «Le Soir».

Abteibiere haben im Belgien eine lange Tradition. In der Liebfrauenabtei vom Heiligen Herzen im flämischen Westmalle wird beispielsweise seit 1836 Bier gebraucht - zunächst gelangte es nur auf die Tafel der Mönche, erst später in Kneipen und Geschäfte. Die Trappisten sind nach eigenen Angaben ein strenger Zweig der zisterzienser. Die Brauereien dienen in erster Linie als wirtschaftliches Standbein einer Mönchsgemeinschaft. Die Erzielung von Gewinnen steht dabei nicht im Vordergrund. Belgien gilt mit über 450 Biermarken als klassisches Bierland.

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