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Abwehr ist eine Baustelle

Beim VfL

Ob der enttäuschende Auftritt auf dem Bieberer Berg mit Blick auf das Heimspiel gegen 1860 München schon zu personellen Konsequenzen in der Anfangsformation führt, wollte Friedhelm Funkel am Montag noch nicht bestätigen.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 16.08.2010
Abwehr ist eine Baustelle

Björn Kopplin (li.) hat bereits Erfahrung mit den "Veilchen".

Darüber nachdenken wird der VfL-Trainer aber ganz sicher, denn dass er mit der Leistung seiner Fußballer in Offenbach nicht zufrieden war, hatte Funkel schon unmittelbar nach dem Abpfiff unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. "Heute schon über personelle Veränderungen nachzudenken, ist noch zu früh", erklärte Funkel nach der Trainingseinheit am Montag. "Wir werden im Laufe der Woche sehen, ob wir etwas verändern."

Anbieten würde sich die Abwehr, die in den 90 Pokalminuten vom Sonntag mitunter desolat auftrat und sich von den Drittliga-Fußballern stellenweise vorführen ließ. Als Alternativen stehen Neuzugang Björn Kopplin zur Verfügung, der auf der rechten Seite eingesetzt werden könnte, und Anthar Yahia, der als Innenverteidiger immer eine Alternative darstellt, auch wenn er in Offenbach noch nicht zum Kader gehörte. Yahia hat inzwischen mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass er beim VfL bleiben möchte und keinen Gedanken mehr an einen Vereinswechsel verschwenden wird. "Ich habe sehr gute Gespräche mit Trainer Funkel geführt. Ich werde mich zu 100 Prozent für den VfL einsetzen und alles dafür tun, damit wir wieder aufsteigen", hatte der Kapitän der algerischen Nationalmannschaft in der vergangenen Woche im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten erklärt.

Möglicherweise denkt man beim VfL sogar darüber nach, auch im Falle des Bleibens von Yahia noch einen Verteidiger zu verpflichten. Zu eklatant waren die Defizite, die die Hintermannschaft gegen den Drittliga-Spitzenreiter offenbarte. Kurz vor dem Start der Zweitliga-Spielzeit 2010/11 hat der VfL Bochum rund 4500 Dauerkarten verkauft. Für das Spiel gegen die Münchner "Löwen" sind bislang rund 9000 Eintrittskarten verkauft worden. Im umgebauten rewirpowerSTADION hat sich die Zuschauerkapazität verändert. Ab sofort finden noch 29 448 Zuschauer an der Castroper Straße Platz. Weil die Ostkurve zum Liga-Auftakt jedoch komplett gesperrt ist (RN berichteten), wird sich am Montag (23.) das Fassungsvermögen auf rund 17 000 Plätze reduzieren.