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Acht atemberaubende Alpenpässe für Adrenalin-Junkies

Sportliche Herausforderungen in traumhafter Bergkulisse locken jede Saison Rennradfahrer und Mountainbiker in die Alpen. Die Fahrt über einen spektakulären Pass ist purer Genuss - und ziemlich schweißtreibend. Neun Strecken, von imposant bis geruhsam.

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Biker auf der Großglockner-Hochalpenstraße: Die Panorama-Route ist ein beliebtes Ziel für Zweiradfahrer aller Art. Foto: Albin Niederstrasser/grossglockner.at

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Große Ausstellung: Europas höchstgelegenes Motorrad-Museum, das Top Mountain Motorcycle Museum, befindet sich am Timmelsjoch. Foto: Alexander Maria Lohmann/Timmelsjoch - Hochalpenstrasse AG

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Rennradfahrer und Mountainbiker sehen hier, wo sich die Alpenpässe befinden. Foto: dpa-infografik

Col d'Izoard (dpa/tm) - Manchmal ist der Weg das Ziel. Und das ist gut so. Denn der Weg kann atemberaubend sein. Das gilt besonders für viele Bergstraßen in den Alpen. Ob mit Rennrad oder Mountainbike - die Anstrengung ist ein Hochgenuss. Eine Auswahl:

1. Col d'Izoard: Kurven, Kulissen, Kilometer

Der Gebirgspass auf 2360 Metern ist der dritthöchste Pass der Route des Grandes Alpes, des berühmten Weges durch die Alpen ans Mittelmeer. Er hat einen durchgängig markierten Radfahrstreifen, führt abwechslungsreich vorbei an Dörfchen, Wäldern und alpinen Hochtälern. Mehr als 30 Mal stand der Pass im Programm der Tour de France. Auf der Passhöhe gibt es ein kleines, selten geöffnetes Museum zur Radsportgeschichte des Col d'Izoard. Die Wintersperre dauert von Mitte Oktober bis Juni.

2. L'Alpe d'Huez: Schwitzen am „Berg der Leiden“

Ein weiterer Schicksalsberg der Tour de France führt aufs Hochplateau in den Skiort Alpe d'Huez auf 1860 Metern. 21 Serpentinen hat die ganzjährig befahrbare Straße. Der Klassiker der französischen Alpen, der „Berg der Leiden“, ist ein Muss für Outdoorfans: Knapp 14 Kilometer sind es ab dem Dorf Le Bourg-d'Oisans. Die Steigung liegt im Schnitt bei rund 8 Prozent, maximal bei 14,8 Prozent. Hunderte testen hier jährlich die Grenzen ihrer Kondition aus.

3. Monte Grappa: Anstieg für den Ausblick auf Italien

Grandiose Ausblicke bietet auch ein italienisches Gebirgsmassiv: der Monte Grappa. Man schaut über die italienische Ebene. Wegen der exponierten Lage ist der 1775 Meter hohe Berg ein Mekka für Gleitschirm- und Drachenflieger. Die Auffahrt ist für Rad- und Motorradfahrer aber nicht minder interessant. Wie die mahnende Geschichte des Berges: Im Ersten Weltkrieg trafen hier Italiens Armeen auf die Österreich-Ungarns. Eine monumentale Gedenkstätte am Gipfel erinnert an mehrere zehntausende Gefallene.

4. Stilfser Joch: 48 Serpentinen hinauf in dünne Luft

Ebenfalls in Italien erhebt sich imposant der Passo dello Stelvio, das Stilfser Joch. Mit einer Höhe von rund 2760 Metern ist der höchste Gebirgspass Italiens in den Zentralalpen für Zweiradfans sehr reizvoll. Insgesamt 87 Kehren auf beiden Passrampen versprechen Hochalpengenuss pur - und Schweiß. Die 48 Serpentinen der „Ostrampe“ ab Prad (910 Meter) sind bei Radsportlern besonders beliebt. Ist der Start noch bewaldet, wird nach der Hälfte der Kehren der Blick weit. Vorbei an Berghöfen, Haarnadelkurven, mit Ausblicken auf den Nationalpark Stilfser Joch, die umliegenden Dreitausender und Gletscher wird die Luft stetig dünner. Geöffnet ist die Passstraße nach dem Winter ab etwa Ende Mai.

5. Großglockner-Hochalpenstraße: Dorado für Zweiradler

Autofrei wünscht sich mancher die Großglockner-Hochalpenstraße in Österreich. Wer mit dem Rad hinauf will, sollte vor 9.00 Uhr oder nach 15.00 Uhr kommen. Ein Genuss sind dann die 1900 Höhenmeter ab Bruck - verteilt auf 32 Kilometer Anstieg zur Edelweißspitze, dem höchsten Punkt der Großglockner-Hochalpenstraße auf 2571 Metern. Die mautpflichtige Straße präsentiert sich abwechslungsreich: Etliche Abzweigungen und ein ausgedehntes Wegenetz lassen keine Langeweile aufkommen. Die Panoramastrecke am Goßglockner ist in der Regel von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet.

6. Timmelsjoch: Steigung scheinbar ohne Ende

Beliebt bei Zweiradfahrern aller Art und daher nicht immer zügig befahrbar ist auch das Timmelsjoch auf 2509 Metern. Der Grenzpass verbindet das Ötztal in Österreich mit Südtirol und bietet eine der längsten, durchgehenden Steigungen der Alpen. Die Ostrampe mit 29 Kilometern und 1821 Höhenmetern ab St. Leonhard in Italien und die Nordrampe der Hochalpenstraße mit 22,3 Kilometern Länge und 1269 Höhenmetern ab Sölden in Österreich sind gleichermaßen betriebsam. An der Mautstation in Hochgurgel befindet sich in der beeindruckenden Kulisse der Ötztaler Alpen Europas höchstgelegenes Motorrad-Museum.

7. Ammersattel: Sanfte Schwünge und ein Königsschloss

Von Österreich nach Deutschland gelangen landschaftlich interessierte Grenzgänger über die eher sanften Schwünge des Ammersattels (1118 Meter) in den Ammergauer Alpen. Die maximal 12 Prozent steile Route führt am malerischen Plansee vorbei, dem zweitgrößten natürlichen See Tirols in der Naturparkregion Reutte. Wer mag, besichtigt Schloss Linderhof, die Residenz des bayerischen Königs Ludwig II. in Ettal bei Oberammergau. Der Pass ist ganzjährig befahrbar.

8. Col du Jandri: Pass der Extreme

Ein Schmankerl für extreme Mountainbiker befindet sich in Frankreich: Wer im Sommer Schnee sucht, wagt sich an den Col du Jandri auf 3150 Metern, die höchste Bergstraße der Alpen. Ab Les Deux Alpes (1650 Meter) führt eine unbefestigte Straße hoch zum Gletscher Mont de Lans, der auf knapp 3000 Metern Höhe auch im Sommer Wintersportler anlockt. Allerdings ist nach rund 1500 Höhenmetern und etlichen extrem steilen Schiebepartie-Stellen echter Sportsgeist gefragt, um von den Rädern auf die Bretter zu wechseln. Zur Belohnung winken auf den letzten Metern auch im Sommer übermannshohe Schneewände am Wegesrand – ein Spektakel für sich.

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