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Ärger über Infineon nach Metaller-Einigung

München (dpa) Nach dem Austritt des DAX-Konzerns Infineon aus dem Arbeitgeberverband will die IG Metall über einen Arbeitskampf bei dem kriselnden Chip-Hersteller beraten.

Ärger über Infineon nach Metaller-Einigung

Infineon trägt die Einigung im Metall-Tarifkonflikt nicht mit.

Das Unternehmen sei durch eine beispiellose Kette von Managementfehlern in die Krise geführt worden, sagte der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer in München. «Ausbaden sollen dieses Versagen des Managements jetzt zum wiederholten Mal die Beschäftigten.» Der Konzern war am Mittwoch nach der Einigung im Tarifstreit aus dem Arbeitgeberverband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) ausgeschert, weil er die Gehaltserhöhungen von stufenweise insgesamt 4,2 Prozent nicht mittragen will.

«Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, sehen jedoch im Blick auf den von uns angestrebten wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens keine Alternative», sagte Finanzvorstand Marco Schröter. Infineon leidet derzeit massiv unter hohen Abschreibungen bei der Speicherchiptochter Qimonda und der schwachen Konjunktur. Das Unternehmen hatte daher im Sommer den Abbau von 3000 Stellen angekündigt.

Am Mittwoch hatten sich IG Metall und Arbeitgeber nach einem fast 23-stündigen Verhandlungsmarathon in Sindelfingen auf eine zweistufige Entgelterhöhung von 4,2 Prozent, Einmalzahlungen sowie die Möglichkeit für Sonderregelungen in den Betrieben geeinigt. Eine Übernahme der Eckpunkte in Bayern gilt als wahrscheinlich. Die ersten Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern sind an diesem Freitag in München geplant.

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