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Ärzte fordern deutlich mehr Geld

Berlin (dpa) Ärzte und Krankenkassen gehen mit auseinanderklaffenden Positionen in die heiße Phase der Verhandlungen über die Milliarden für die Medizinerhonorare im kommenden Jahr. «Es muss deutlich mehr Geld ins System kommen.»

Ärzte fordern deutlich mehr Geld

Eine Ärztin hält ein Stethoskop in ihrer Hand: Viele Mediziner verdienen unterdurchschnittlich, vor allem in Ballungsgebieten mit vielen Praxen. (Symbolbild)

Dies sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Die KBV will erreichen, dass die Ausgaben der Krankenkassen für die Ärzte von zuletzt 23 Milliarden Euro im Jahr um 4,5 Milliarden Euro steigen.

Die Kassen wiesen die Forderungen zurück. «Wir wenden uns gegen die pauschale Erhöhung aller Arzthonorare», sagte die Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Doris Pfeiffer, der dpa. «Unter- und Überversorgung wird nicht ausreichend angepackt», bemängelte sie. Zusatzmilliarden für die Mediziner würden Beitrags- oder Steuerzahler belasten.

Bis Ende August wollen sich beide Seiten über die künftigen Honorare für die 145 000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten einigen. Beide Seiten kommen Ende der Woche erstmals mit neutralen Sachverständigen im sogenannten Erweiterten Bewertungsausschuss zusammen. «Es werden auf jeden Fall schwierige Verhandlungen», sagte der Ausschussvorsitzende, der Essener Gesundheitsökonom Jürgen Wasem.

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